Achim - Türkinnen, Inderinnen, Frauen aus Syrien, Iran und deutscher Herkunft trafen sich regelmäßig im „Haus der Projekte“ zum kreativen Arbeiten und Gedankenaustausch. Die von Ulla Hartmann-Eggers geleiteten Werkstatt-, Integrations-, Kunst-, Kultur- und Nähprojekte für Frauen und Mädchen, in denen allerlei hergestellt wurde, machten nebenbei auch noch die Räumlichkeiten wohnlicher. Doch damit ist Schluss.
„Es freut sich niemand, dass wir hier gehen müssen“, sagt Hartmann-Eggers mit Blick auf die zahlreichen Erinnerungsstücke, hübsch gestalteten Wände und zig Umzugskartons, die über die Räume verteilt sind. Doch ihr und den Mitstreiterinnen blieb in den vergangenen Wochen nichts anderes übrig, als anzupacken und alles zusammenzuräumen, denn das „Haus der Projekte“ an der Magdeburger Straße 15 soll noch in diesem Frühjahr abgerissen werden, um Platz für einen millionenteuren Anbau an das benachbarte Bürgerzentrum (BüZ) zu schaffen.
Seitdem herrschte dort jede Woche wuseliges Treiben. Angeleitet von der gelernten Designerin Hartmann-Eggers, schufen Frauen zum Beispiel originelle Kleiderbügel, Sattelmützen und weitere Produkte aus recyclebarem Material. Mädchen setzten sich etwa künstlerisch einfallsreich mit dem Abriss des „Servicehauses“ auseinander.
„Die bunte kulturelle Mischung der Teilnehmerinnen, der Integrationsgedanke und das Deutschsprechen waren für mich immer von besonderer Wichtigkeit“, sagt Ulla Hartmann-Eggers.
Vorübergehend sollen Frauen- und Mädchenprojekte nun im Generationentreff an der Langenstraße weiterlaufen. Später soll dafür Platz im neuen, großen BüZ sein. · mm
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