Oyten - (mb) · Auch die Leiterin des Pestalozzi-Schulzentrums Oyten Renate Proft ist Anhängerin einer Gesamtschule. Das verriet sie der SPD-Kreistagsfraktion am Ende eines Informationsbesuchs im beeindruckenden Oytener Schulzentrum.

Schulleiterin Renate Proft (rechts) zeigt der SPD-Kreistagsfraktion und Bürgermeister Manfred Cordes Küchenräume des beeindruckenden Oytener Schulzentrums.
Renate Proft stammt aus Westfalen, kennt so die Gesamtschulen und ist auch für diese Schulform ausgebildet worden. Aus ihrer Sicht spräche nichts dagegen, in Oyten eine Gesamtschule für den ganzen Nordkreis einzurichten. Angesichts der Konkurrenz auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt versuchten heute viele Eltern, ihre Kinder in möglichst hohe Schulformen zu schicken, kaum noch auf die Hauptschule.
Ab- und Aufstiege in der Schulkarriere sind die Folge. Differenziert werden müsse auch im dreigliedrigen Schulsystem.
Die Leiterin des Oytener Pestalozzi-Schulzentrums zog allerdings der SPD-Kreistagsfraktion den Zahn, dass die Gesamtschule für den Nordkreis in Oyten sozusagen mit Bordmitteln verwirklicht werden könne. Wer die Gesamtschule wolle, müsse dafür auch Geld in die Hand nehmen und die Gesamtschule natürlich auch als Ganztagsschule betreiben.
Investitionen wären auch in Oyten nötig, auch wenn hier heute viel weniger Schüler als früher in einer doppelt so großen Schule unterrichtet werden.
Das Programm der jetzigen Ganztagsschule beinhaltet für die Haupt- und Realschüler Vereinsangebote, Kurse zum Stützen und Stärken, zum Beispiel für die Konzentration und das Lesen, vielleicht kommt bald auch Konfirmandenunterricht dazu. Nachdem die alte Oytener Schule um den Anbau der Orientierungsstufe erweitert worden war und man das Programm der rot-grünen Bundesregierung für Gesamtschulen in großen Zügen nutzen konnte, ist ein wirklich vorzeigbares Schulzentrum gewachsen.
In unmittelbarer Nähe entstehen jetzt neben der Halle auch weitere Sportplätze der Gemeinde. Alles wie gemalt für eine Gesamtschule.
Für Oytens Bürgermeister Manfred Cordes und den Oytener SPD-Fraktionschef Heiko Oetjen war das alles Unterstützung ihrer Initiative für eine Gesamtschule am Ort für den Nordkreis, der sich auch die anderen Oytener Fraktionen angeschlossen haben. Bürgermeister Manfred Cordes unterstrich, dass diese Gesamtschule nicht von Oyten alleine, sondern nur zusammen mit Nachbargemeinden wie Achim und Ottersberg ins Leben gerufen werden könnte. Einen Schul-Zweckverband könnte man zum Beispiel gründen, meint der Bürgermeister.
Landtagsabgeordneter Ralf Borngräber indess prangert die „Verlogenheit“ der Landesregierung an, die Haupt- und Realschulen einzügig laufen lasse, für Gesamtschulen aber eine Fünfzügigkeit verlange und für sie somit viel zu hohe Hürden aufbaue.
Jetzt wird die Kreisverwaltung erst einmal eine Umfrage im Nordkreis unter Eltern schulpflichtiger Kinder starten, wer Interesse an einer Gesamtschule hat und auch sein Kind auf diese Schulform schicken würde.
Facebook 'Like Box' wird geladen...

Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.