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„Barrieren in den Köpfen“ müssen verschwinden

Woche zur Inklusion gestern Nachmittag im Achimer Rathaus exklusiv eröffnet

„Barrieren in den Köpfen“ müssen verschwinden

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Achim - Von Manfred BrodtDie Szenerie war gestern Nachmittag ungewollt symptomatisch: Während oben im Achimer Ratssaal der Sozialausschuss des Rates tagte, wurde im Foyer darunter getrennt und exklusiv die Woche des Beirats und der Einrichtungen für Behinderte „Inklusion beginnt im Kopf“ eröffnet; keine böse Absicht, sondern eine Organisationspanne.

Knut Pickert und Kassandra Ruhm: Die Bedingungen müssen sich den Menschen anpassen und nicht unterschiedliche Menschen gleichen Bedingungen. ·

Knut Pickert und Kassandra Ruhm: Die Bedingungen müssen sich den Menschen anpassen und nicht unterschiedliche Menschen gleichen Bedingungen. ·

Während Integration bedeutet, dass unterschiedliche Menschen als Außenstehende in die Gesellschaft eingegliedert werden und sich dabei anpassen müssen, bedeutet Inklusion, dass sie von vornherein Teil der Gesellschaft sind. Inklusion statt Integration ist gerade in der Pädagogik und Politik die moderne Losung: ein Kindergarten, eine Schule, eine Arbeitswelt für alle.

Als Referentin hatte Knut Pickert, der Behinderten- und Seniorensprecher der Stadt, sich mit Kassandra Ruhm, Psychologin an der Universität Bremen, eine Frau geholt, die das alles nicht nur theoretisch kennt.

Nach ihrer Behinderung, die sie an den Rollstuhl fesselt, hatte sie im langen Rechtsstreit gegen Institutionen und Sozialversicherungsträger erstritten, dass sie an der Uni Psychologie studieren konnte und nicht auf gesonderte Akademien musste. Der Kampf für ihr Recht war anstrengender als das ganze Studium.

Sie fordert, dass die allgemeinen Kindergärten, Schulen und die Betriebe auch ohne solche Prozessiererei für Menschen mit Behinderungen offen sind.

Allerdings müssten die Bedingungen den Fähigkeiten der Menschen angepasst werden und nicht die unterschiedlich fähigen Menschen sich gleichen Bedingungen anpassen.

Kassandra Ruhm weiß, dass ohne Handicap-Ausgleich und Assistenz für die Schwächeren sie untergehen könnten. Mit dem Rollstuhl kann man auch kein Radrennen gewinnen.

Unterschiede zwischen Menschen seien normal. Sie wegen ihrer Unterschiede auszusortieren, allerdings nicht. „Barrierefreiheit in den Köpfen“ ist gefragt.

Ein gutes Beispiel im gestrigen Publikum war jener Behinderte, der bei der Freiwilligen Feuerwehr mitmacht und akzeptiert ist.

Zum Thema bietet auch die gestern ebenfalls eröffnete Ausstellung der Fachschule für Heilerziehungspflege Wildeshausen im Rathaus einige Anregungen.

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