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„So hat das auch in New York angefangen“

Tennisplatz und „Am Westerfeld“: Bäume auf zukünftigen Baugebieten sorgen im Planungsausschuss für Diskussionen

„So hat das auch in New York angefangen“

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Achim - Zahlreiche alte Bäume stehen auf dem ehemaligen Tennisplatz am Parkweg. Weil das brach liegende Gelände bald als Baugebiet ausgewiesen werden soll, müssen einige dieser Gewächse weichen. Baumschutz und die Grenzen der Bebauung boten im Ausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr am Dienstagabend Anlass für Diskussionen.

Wenn neu gebaut wird, müssen Bäume weg, aber welche? Pappeln vor dem ehemaligen Tennisplatz. ·

© Foto: Duncan

Wenn neu gebaut wird, müssen Bäume weg, aber welche? Pappeln vor dem ehemaligen Tennisplatz. ·

Ausschussvorsitzender Werner Meinken (SPD) stellte zunächst ein Gutachten zum Baumbestand vor. Demnach wurden 25 Bäume als erhaltungswürdig, elf als teilweise erhaltungswürdig und 15 als nicht erhaltungswürdig ausgewiesen. Hans-Jürgen Wächter (SPD) meinte: „Die Vorlage sollte nicht zum Ziel haben, dass alles platt gemacht wird“ und plädierte dafür, den Punkt zu vertagen. Axel Eggers (Bündnis 90/Die Grünen) gab sich radikaler und lehnte das Gutachten ab: „Nicht die Bäume, die Häusern im Weg stehen, sollten blau (als nicht schützenswert) gekennzeichnet werden, sondern andersrum wird ein Schuh draus.“

Für den Investor Köhnen-Bau sprang Sprecher Jörg Elfers in die Bresche. Er bot an, noch einmal mit den einzelnen Fraktionen über das Gutachten zu sprechen, bevor weitere Schritte unternommen werden.

Strittig war auch der Umgang mit dem Baumbestand auf dem zukünftigen Baugebiet „Am Westerfeld“. Die Ausschussmitglieder einigten sich schließlich, den Punkt zu vertagen und erstmal eine Ortsbegehung vorzunehmen. Um sieben Bäume geht es, die laut Baumschutzsatzung zu erhalten sind, sich aber im vorgesehenen Baufeld befinden. Laut Verwaltung liege noch kein konkretes Konzept für das Grundstück vor. Denkbar seien vier Einzel- oder zwei Doppelhäuser.

Jürgen Harder (SPD) machte keinen Hehl daraus, dass er für die „Baumschutzsatzung nichts übrig habe.“ Man müsse jedoch unterscheiden: Eine an der Straße stehende Douglastanne sei geschützt, aber von innen hohl. Auf keinen Fall würde er hingegen die Eiche fällen, die mitten auf dem Baugelände steht.

Schon zu Beginn der Sitzung hatte Hans-Dieter Pöhls von der Bürgerinitiative „Bürger für Bäume“ beantragt, eine Entscheidung über den Umgang mit den Baumbeständen zu vertagen. Bürgermeister Uwe Kellner (parteilos) pochte auf die Bedeutung der „innerstädtischen Verdichtung“. Das sei auch für die Anwohner gut, die dann alles leichter erreichen könnten. Dazu stellten weitere Bürger Nachfragen. Wie massiv dürfen die Bauten daherkommen? Ein Redner sagte, er fühle sich „bedrängt und genötigt durch eine braune Mauer“ neben seinem Grundstück und gab zu bedenken: „So hat das in New York auch mal angefangen.“ Auf keinen Fall werde man fünf- neben zweigeschossige Häuser stellen, sondern die innerstädtische Verdichtung mit Augenmaß vorantreiben, sagte Kellner. Auch Außenbereiche seien davon nicht ausgenommen. „Das betrifft alle Bauflächen, die innerhalb der Gesamtstadt zur Verfügung stehen.“ · ldu

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