Walsrode - FULDE · Dass Lachen gesund sein kann, weiß fast jeder. Und die Theaterpremiere der Freiwilligen Feuerwehr Fulde am Sonnabend im Gasthaus „Zur Eiche“ in Fulde kann sicherlich als überaus gesundheitsfördernd bezeichnet werden. Mit „Alln's Goethe oder wat...?“ erreichten die Plattschnacker ihr Publikum bis in die letzte Ecke des ausverkauften Saals.

© Foto: Wehler
Bürgermeister Schnösel sorgt immer wieder für Lacher. ·
Gags und Sprüche reihten sich aneinander, die Souffleuse hatte einen leichten Abend. Was Gerd Ripke als Bürgermeister Schnösel und seine sieben Mitspielerinnen und -spieler boten, war gelungenes Theaterspiel auf professionellem Niveau. Insbesondere, wenn Ripke auf der Bühne stand und seine Sprüche vom Stapel ließ, bog sich das Publikum vor Lachen.
Das war beste Unterhaltung, die sich mit der NDR-Fernsehserie „Neues aus Büttenwarder“ durchaus messen kann. Dort wurde das Goethe-Thema vor einiger Zeit mit Jan Fedder und Peter-Heinrich Brix ebenso erfolgreich umgesetzt.
Das Fulder Ensemble erzählte die Geschichte, in der angebliche Handschriften des Dichterfürsten auf dem Dachboden einer heruntergekommenen Gaststätte gefunden werden und im Dorf Klein Strohbach für Wirbel sorgen. Die Inszenierung hat alles, was zu einer guten plattdeutschen Komödie gehört. Alle bekannten menschlichen Schwächen, auch von Amtsträgern, spiegeln sich wider – besonders aktuell, wenn Schnösel mit einem süffisanten Schmunzeln einen Unternehmer fragt: „Betahlst Du wedder mienen Urlaub?“
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