Walsrode - (dl) · Die Diskussion um die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) im Landkreis Soltau-Fallingbostel geht in die entscheidende Phase.

Wenig Resonanz beim ersten Infoabend zur Elternbefragung zur Einrichtung einer IGS im Landkreis Soltau-Fallingbostel.
Gestartet wurde diese direkt nach den Sommerferien mit einer landkreisweiten Befragung aller Eltern der Grundschulkinder in den Klassen eins bis vier. Die Eltern sollen bis zum 27. August ihren Willen bekunden, auf welche Schule sie ihr Kind nach dem Abschluss der vierten Klasse schicken möchten. Zur Wahl stehen neben Haupt- und Realschule,
▪ Kreistag
▪ entscheidet
Gymnasium und den beiden Kooperativen Gesamtschulen (KGS) in Schneverdingen und Schwarmstedt auch eine, dann neu einzuführende, IGS.
Um den Eltern sowie interessierten Bürgern die Möglichkeit zu geben, besser über die Frage IGS ja oder nein urteilen zu können, hat der Landkreis kurzfristig Informationsabende organisiert. Zwei von vier Veranstaltungen fanden bereits am vergangenen Montag im Schulzentrum Ostdeutsche Allee in Walsrode und gestern in Soltau in der Realschule am Stubbendorffweg statt. Weitere Infoabende sind am 16. August in der Haupt- und Realschule in Bad Fallingbostel, Michelsenstraße 33, und am 17. August in der Haupt- und Realschule, Am Hoop, in Bomlitz, vorgesehen.
Anke Matthaei und Andreas Piesch von der Landesschulbehörde und Landrat Manfred Ostermann werden auf den Veranstaltungen persönlich informieren und für Fragen der Eltern zur Verfügung stehen.
Während das Elterninteresse beim Infoabend in der Felix-Nussbaum-Schule in Walsrode nicht sehr groß war, hofft man von Seiten des Landkreises über eine regere Teilnahme an den noch verbleibenden Terminen.
Landrat Manfred Ostermann machte zu Beginn des Abends in Walsrode deutlich, dass eine Einführung der IGS an den diskutierten Standorten eine Umwandlung der Haupt- und Realschule bedeute und keine Alternative für diese sei.
Andreas Piesch, Leiter der Außenstelle der Schulbehörde in Bad Fallingbostel, verwies in seinen Ausführungen auf weiterhin rückläufige Schülerzahlen in Niedersachsen von mehr als 20 Prozent in den nächsten zehn Jahren. Er bestätigte die Tendenz von immer intensiveren Kooperationen von Haupt- und Realschulen und gar der Zusammenlegung beider Schulformen auf Grund mangelnder Schülerzahlen. Doch dies käme für einen so großen Schulstandort wie Walsrode in absehbarer Zeit wohl nicht in Frage. Des Weiteren verdeutlichte er die Unterschiede der verschiedenen Schulformen und brachte den Eltern die entsprechenden Perspektiven für ihre Kinder näher. In Zukunft sei es für alle Schüler wichtig, egal in welcher Schulform, sich deutlicher in ihren Stärken profilieren zu können.
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