Walsrode - Zufrieden zeigten sich Vorstandsvorsitzender Ernst-Otto Bahr und Vorstandsmitglied Tim Nikelski gestern Nachmittag mit der Bilanz 2011 der Kreissparkasse Walsrode.

© Foto: Elling
Tim Nikelski (l.) und Ernst-Otto Bahr sind sich sicher, dass die KSK Walsrode für die Zukunft gut aufgestellt ist. ·
Es sei ein normales Bankenjahr gewesen, wenn die Krise nicht gewesen wäre, sagte Bahr. Nicht ohne Stolz berichtete er, dass die Bilanzzahlen deutlich über dem Durchschnitt liegen. „Wir gehören damit erneut zu den erfolgreichsten Sparkassen in Niedersachsen.“ Als Basis des Erfolgs bezeichnete er die Ausrichtung am Kunden, die hervorragenden Mitarbeiter sowie das gute Verhältnis zwischen Kunde und Berater. „Das zahlt sich aus. Wir sind Marktführer in Sachen Finanzen im Altkreis.“
Die Kundeneinlagen stiegen von 662, 4 um 2,4 Prozent auf 678,2 Millionen Euro. Der überwiegende Anteil dieser Steigerung beziehe sich auf die Spareinlagen. „Das Sparbuch ist so aktuell wie nie.“ Immerhin gebe es ein Viertelprozent mehr Zinsen als für Tagesgeld.
Das Wertpapiergeschäft zeigte sich in Folge der Finanzkrise unverändert schwach. „Wir gehen davon aus, dass sich die starke Sicherheitsorientierung unserer Kunden fortsetzen wird“, prognostizierte Bahr. Nikelski ergänzte, dass es auf die vernünftige Streuung des Vermögens und auf die Beziehung zwischen Kunde und Berater ankomme. Ob dies mit dem weiteren Aufbau zusätzlicher Regulierung erreicht werde, dürfe bezweifelt werden. Er erwähnte die geplante Einführung einer Datei, in der alle Wertpapierberater erfasst werden.
Bahr zeigte sich sicher, dass die Zinsen niedrig bleiben werden. Er sei jetzt seit über 45 Jahren im Bankengeschäft. „So eine Entwicklung hätte man sich früher nicht vorstellen können.“
Das Tochterunternehmen GES Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft Südheide konnte über eine zufriedenstellende Entwicklung berichten. In Walsrode stehen nur noch 27 erschlossene Baugrundstücke zur Verfügung. In den übrigen Gebieten sei der Trend eher rückläufig, so Nikelski. So seien von 21 vor 14 Jahren in Rethem erschlossenen Grundstücken noch sechs zu haben. „Wir lassen die Aktivitäten mit der GES auslaufen“, berichtete Bahr.
Die Ausbildungsquote lag mit 14,85 Prozent über dem Durchschnitt der niedersächsischen Sparkassen. Die externen Aus- und Fortbildungskosten stiegen um über 60 000 Euro auf fast 360 000 Euro. Insgesamt arbeiten bei der KSK Walsrode 232 Männer und Frauen in Voll- und Teilzeit sowie als Auszubildende.
Im Geschäfsstellennetz gab es bis auf die Umwandlung des Standortes Benefeld in eine Selbstbedienungsfiliale keine Änderungen. Und für die kommenden vier bis fünf Jahre werde es dabei bleiben, versprach Bahr.
Das Spenden- und Sponsoringvolumen betrug mehr als 250 000 Euro. Für sie sei es selbstverständlich, auch weiterhin eine große Anzahl verschiedener Projekte zu unterstützen, unterstrich Bahr.
Für das kommende Jahr geht die Sparkasse von einem Rückgang der Ertragslage auf ein noch zufriedenstellendes Niveau aus. Dann wird die KSK Walsrode zudem ihr 175-jähriges Bestehen feiern. Die Vorbereitungen laufen. · sal
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