017.06.10|Walsrode|Walsrode|1
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Walsrode - · Die Polizei Walsrode konnte jetzt zwei Einbrüche in Juweliergeschäfte aufklären und sechs Tatverdächtige überführen.
In der Nacht zum 17. April war es in Walsrode zu einem Blitzeinbruch bei einem Juwelier in der Innenstadt gekommen. Die Täter hatten die Schaufensterscheibe eingeschlagen, aus den Auslagen Ringe im Gesamtwert von mehreren Tausend Euro entwendet und waren zunächst unerkannt geflüchtet. Beim Diebesgut handelte es sich sowohl um echte Trauringe wie auch um so genannte unechte Aufbauringe, Dummys oder Blender.
Drei Tage später fielen Passanten in der Innenstadt von Hannover fünf Jugendliche auf, weil diese mit „fliegenden Schmuckhändlern“ beim Verkauf von Fingerringen vehement um den Preis feilschten. Die Aufkäufer hatten wohl sofort die Ringe als unechten Schmuck identifiziert und waren deshalb mit den Tätern in eine lautstarke Auseinandersetzung geraten. Diese Beobachtung meldeten die Passanten der Polizei, die die Jugendlichen nach kurzer Verfolgung stellen konnten.
Bei den Jugendlichen, die alle in Walsrode wohnen, fanden die Beamten insgesamt 46 Gold- und Silberringe, die, wie sich später herausstellte, aus dem Blitzeinbruch in das Walsroder Juweliergeschäft stammten. Nach Personalienfeststellungen, Vernehmungen und erkennungsdienstlichen Behandlungen wurden die Jugendlichen am späten Abend in Hannover entlassen.
In der nachfolgenden Nacht kam es zu einem zweiten Blitzeinbruch bei demselben Juwelier in Walsrode. Die Täter entwendeten nach dem Einschlagen der Schaufensterscheiben ausschließlich Dummy-Fingerringe in nicht unerheblichem Wert. Vermutlich hatten sich die Täter hierbei verletzt, denn am Tatort wurden Blutspuren gefunden. Am nächsten Tag überprüfte die Polizei in Bad Fallingbostel bei einer Jugendschutzkontrolle einen Jugendlichen, der in seiner Gürteltasche 61 Ringe mit sich führte. Wie sich herausstellte, stammte der Schmuck ebenfalls aus den Einbrüchen. Eine frische Handverletzung an der Hand des jungen Mannes erhärtete den Tatverdacht.
Nach weiteren intensiven Ermittlungen ist es der Walsroder Polizei inzwischen gelungen, sämtliche mutmaßlich beteiligten Täter zu ermitteln und zu überführen. Es handelt sich um sechs Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren. Sie sind teilgeständig. Fünf von ihnen wohnen in Walsrode, einer in Bad Fallingbostel. Einige von ihnen waren an beiden Taten beteiligt.
Die Ermittlungsakten werden jetzt der Staatsanwaltschaft Verden vorgelegt, die über eine Anklageerhebung entscheidet.
▪ Zwischen 15 und
▪ 18 Jahren alt
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