Landkreis - Zieht man sich in die eigenen vier Wände zurück, fühlt man sich sicher und geborgen. So empfand bis vor kurzem auch Marion Müller (Name von der Redaktion geändert). Doch dann kam der Tag, der alles veränderte. Einbrecher suchten das Reihenhaus der Familie heim, stöberten nach Wertgegenständen und ließen einiges mitgehen.
Doch schlimmer als der Verlust einiger durchaus wertvoller Dinge, so scheint es, wiegt jetzt die Angst. Marion Müller: „Die Gefahr, dass die Einbrecher wiederkommen, sei groß, hat die Polizei gesagt“.
„Man fühlt sich im eigenen Haus schutzlos, hilflos und irgendwie nackt“, berichtet Marion Müller. Ein
Kleidungsstücke
in den Müll geworfen
Gefühl, das sie bisher nicht gekannt habe. Sie hat Bettwäsche und Kleidungsstücke in den Müll geworfen.
Die Eheleute verließen die Wohnung wieder, um keine Spuren zu verwischen. Von den Nachbarn hatte niemand etwas Verdächtiges bemerkt.
Nachdem die Polizei alles aufgenommen hatten, kam etwas Licht ins Dunkel: Die Täter hatten offensichtlich das Schlafzimmerfenster aufgebrochen und die Räume durchsucht. Dann folgte der Versuch, die Wohnungstür von innen aufzubrechen, um ins Treppenhaus und ins obere Stockwerk zu gelangen.
„Scheinbar müssen wir die Täter gestört haben, als wir nach Hause kamen“, vermutet Hans Müller. Ihn überrascht die Dreistigkeit: „Am frühen Abend sind viele der Nachbarn zuhause, überall brennt Licht. Unser Garten und das Haus sind außerdem gut einsehbar.“
Nach diesem Einbruch sieht sich das Ehepaar doppelt bestraft. Denn dem Verlust diverser Dinge folgte eine Menge Rennerei. „Vier Tage hat man Zeit, um den Schaden detailliert der Versicherung und der Polizei zu melden“, erklären die beiden. Und da für einige Dinge keine Rechnungen mehr vorhanden waren, mussten diese erstmal beschafft werden.
Was nach dem Erledigen des Papierkrams geblieben ist, ist die Angst, die Marion Müller das Leben schwer macht, wenn sie alleine zuhause ist: „Da die Einbrecher offenbar gestört wurden, konnten sie einiges, wie zum Beispiel den Flachbildfernseher, nicht mitnehmen. Daher fürchten
Küchenmesser auf dem
Wohnzimmertisch
wir, dass sie noch einmal wiederkommen könnten. Wie die Polizisten sagten, liege das durchaus im Bereich des Möglichen.“ Gemeinsam mit ihrem Mann will sie das Haus jetzt besser sichern. Aber die Angst bleibt vorerst. „Wenn ich nach Hause komme, schaue ich erstmal vorsichtig in alle Räume. Und wenn ich auf dem Sofa sitze, liegt immer ein langes Küchenmesser auf dem Wohnzimmertisch.“ · mf
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