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An Langer Straße entsteht deutsch-türkisches Zentrum

Frisch gegründeter Verein will leerstehendes Gebäude kaufen / Hilfe vom AKS

An Langer Straße entsteht deutsch-türkisches Zentrum

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Rethem - Noch ganz jung ist er, gerade mal drei Wochen alt, der türkisch-islamische Verein zu Rethem. Ein Domizil hat er allerdings schon: das zurzeit leer stehende Gebäude an der Langen Straße 39. Ende dieser Woche soll der Kaufvertrag unterschrieben werden. Auch zur Freunde des Arbeitskreises Stadtbild (AKS), der sich unter anderem dem Leerstandsmanagement verschrieben hat.

Das Gebäude an der Langen Straße beherbergte zuletzt ein Reisebüro. Jetzt will es der türkisch-islamische Verein kaufen.

© Foto: Preuß

Das Gebäude an der Langen Straße beherbergte zuletzt ein Reisebüro. Jetzt will es der türkisch-islamische Verein kaufen.

AKS-Mitglied Dieter Moll stand gewissermaßen Pate für den lang gezogenen Flachbau, der zuletzt ein Reisebüro beherbergte. Gemeinsam mit Deniz Simsek, dem frischgebackenen Vereinsvorsitzenden aus Re them, sowie AKS-Mitstreiter Otto Holze stellte der Wohlendorfer das Projekt „Deutsch-türkisches Kulturzentrum“ am Montag vor. Eine Gelegenheit, auch mit dem ein oder anderen Gerücht aufzuräumen, dass in Rethem bereits die Runde machte.

Im Ort, so die Männer, sei bereits von einer Moschee die Rede gewesen. Geplant sei jedoch lediglich ein Gebetsraum, erklärte Simsek. Außerdem sollen auf den insgesamt 180 Quadratmetern Nutzfläche ein Aufenthaltsraum für Kinder und Jugendliche sowie eine Teestube entstehen.

Bislang fehle besonders für junge Leute ein Treffpunkt, deutete Simsek einen Zweck an, den das Vereinsheim künftig erfüllen soll. Auch Türkisch- und Religionsunterricht für Kinder sind geplant. „Sie sollen die Sprache verstehen und den Glauben nicht verlieren“, so der Vorsitzende.

Eine Bauvoranfrage ist bereits gestellt. Gleichwohl haben die geplanten baulichen Veränderungen nur ein geringes Ausmaß. Sie beschränken sich auf das Versetzen einer Eingangstür, den Bau einer Küche und die Erweiterung der sanitären Anlagen.

Frühestens zum Herbst, schätzte Dieter Moll, könne der Verein in das Gebäude einziehen. Erwartet würden zwischen 35 bis 40 Besucher am Tag. Auch Deutsche sind herzlich willkommen. „Wir wollen uns integrieren“, stellte Deniz Simsek klar. „Die Leute sollen keine Angst vor Moslems und dem Islam haben.“

Während der AKS an der Langen Straße also einen Erfolg verbuchen kann, geht es an der Mühlenstraße, beim Ratskeller, nur langsam voran. „Die Nachfrage ist nicht so berauschend“, berichtete Otto Holze, der das Projekt für den AKS betreut.

Das Haus sei komplett entkernt, die Statik in Ordnung – und in Rethem sei touristisch doch einiges los, warb Holze um einen potenziellen Betreiber. Parallel zur Suche nach einem Investor für das Gebäude kümmert sich AKS-Pate Holze auch um den derzeitigen Besitzer. Der Ratskeller biete Platz für ein Restaurant und 20 Fremdenzimmer, erklärte er. Gemeinsam wolle man versuchen, dafür nun eine Finanzierung auf die Beine zu stellen. · kp

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