018.06.10|Rethem|Rethem|
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Rethem - (sal) · Mit einem Glas Sekt stießen einige Erzieherinnen und Dörthe Göritz, Leiterin des Kindergartens Rethemer Arche, am Mittwochabend auf einen Beschluss des Stadtrates an. Grund war die Einigung auf Kernzeiten der künftigen Krippengruppe von 8 bis 14 Uhr mit je einer halben Stunde Sonderöffnung davor und danach.

Der Zaun im Hintergrund wird um rund zwei Meter nach hinten versetzt, um den Spielplatz zu vergrößern.
Die Stadt Rethem und die Gemeinden Böhme, Frankenfeld und Häuslingen wollen eine gemeinsame Krippengruppe einrichten. Standort soll Rethem sein, Träger für die Gruppe mit 15 Kindern die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde.
Von der Kindergartenleitung wurde ein Konzept für die Errichtung und den Betrieb der Krippengruppe erarbeitet und mit der Arbeitsgruppe Krippe abgestimmt. „Wir haben uns sehr schwer getan“, sagte Göritz unserer Zeitung, jetzt habe man aber eine gute Lösung gefunden.
Nachdem die günstigste Variante, Öffnungszeiten von 8 bis 12 Uhr, aus pädagogischen Gründen vom Tisch war, hatte die Verwaltung mit einer Kernzeit von 8 bis 13 Uhr geplant. „Uns wäre 8 bis 15 Uhr am liebsten“, so die Leiterin der Arche. Aus Kostengründen sei das aber nicht möglich. Die CDU-Fraktion stellte im Stadtrat den Antrag, die Kernbetreuungszeit auf 8 bis 14 Uhr festzusetzen. Ein Vorschlag, dem alle Kommunalpolitiker zustimmten.
Für die Einrichtung der Krippengruppe ist ein Umbau des Kindergartens nötig. Die neue Gruppe soll im Erdgeschoss untergebracht werden. Aus einem Werkraum wird ein Gruppenraum, ein bisheriger Abstellraum wird halbiert und in einer Hälfte ein Waschraum eingerichtet. Dafür entstehen im Obergeschoss ein Werk- und ein Förderraum. Außerdem muss der Spielplatz erweitert werden. Zäune werden um jeweils zwei Meter versetzt.
Die Verwaltung schätzt die Umbaukosten auf rund 54 500 Euro. Die Kindergartenleitung hat die Anschaffung von Ausstattungsgegenständen mit rund 30 000 Euro beziffert. Die Verwaltung schlägt allerdings vor, den Höchstbetrag der Förderung von 22 500 Euro nicht zu übersteigen. Die Liste solle überarbeitet werden. Der Eigenanteil der Gemeinden und der Stadt wird nach Abzug der Investitionszuschüsse bei rund 19 000 Euro liegen.
Die Betriebskosten bei einer Kernbetreuungszeit von 20 Stunden die Woche (8 bis 12 Uhr) betragen rund 82 000 Euro, der laufende Zuschuss der Mitgliedsgemeinden etwa 38 200 Euro. Bei 25 Wochenstunden belaufen sich die Gesamtkosten auf 96 700 Euro, der Zuschuss auf 43 700 Euro. Bei 30 Wochenstunden, wie beschlossen, kommen 110 600 Euro Gesamtkosten zusammen, der laufende Zuschuss wird mit 47 900 Euro beziffert. Der größte Sprung wären 35 Wochenstunden. Hier würde man von einem Ganztagsbetrieb sprechen, Dörthe Göritz ständen zehn zusätzliche Leiterinnenstunden zu. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 141 200 Euro, der Zuschussbedarf auf 66 700 Euro.
Die Gemeinderäte müssen dem Konzept und dem Änderungsantrag jetzt ebenfalls zustimmen. Dann könnte es demnächst an die Umsetzung gehen. „Wir hatten schon für den 1. August zwölf Anmeldungen“, so Göritz. Der Bedarf sei da. Realistisch sei ein Starttermin im Sommer 2011.

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