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Doppelter Großeinsatz der Feuerwehr

Dachstuhlbrand am Walsroder Kirchplatz sorgt für Alarm / Innenstadtbereich gesperrt

Doppelter Großeinsatz der Feuerwehr

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Walsrode - Gleich zwei große Einsätze hielten die Feuerwehren im Raum Walsrode am Sonnabend in Atem. Gegen 19 Uhr wurden die Einsatzkräfte aus Altenboitzen und Kirchboitzen zunächst zu einem Schornsteinbrand nach Altenboitzen gerufen.

In der Nacht zu Sonntag hatte die Feuerwehr in Walsrode Schwerstarbeit zu verrichten.

© ksy

In der Nacht zu Sonntag hatte die Feuerwehr in Walsrode Schwerstarbeit zu verrichten.

Da ein Dachstuhlbrand nicht ausgeschlossen werden konnte, rückte Verstärkung aus Südkampen, Honerdingen, Krelingen und Walsrode mit Atemschutzgeräteträgern sowie der Drehleiter zur Unterstützung an. Eine richtige Entscheidung, denn schon kurze Zeit später war offenes Feuer zu sehen. Die Flammen hatten sich in die Zwischendecken und Teile des Dachstuhls gefressen. Durch das schnelle Eingreifen der Helfer wurde ein Übergreifen auf weitere Teile des Daches verhindert, die Polizei beziffert den Schaden dennoch auf mindestens 50 000 Euro. Insgesamt waren 88 Ehrenamtliche mit 14 Fahrzeugen vor Ort, verletzt wurde niemand.

Noch während die Arbeiten liefen, wurde gegen 22 Uhr erneut Alarm ausgelöst. In Walsrode brannte der Dachstuhl eines denkmalgeschützten Gebäudes am Kirchplatz. Der Qualm breitete sich in der gesamten Walsroder Innenstadt aus. Aus Sicherheitsgründen mussten drei Personen die anliegenden Häuser verlassen. Um ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäude zu verhindern, wurde ebenfalls Großalarm ausgelöst. Zusätzliche Drehleitern aus Verden und Soltau wurden an den Brandort beordert. Der Innenstadtbereich war während der Löscharbeiten komplett gesperrt. Am Brandort befanden sich rund 150 Feuerwehrleute mit 26 Fahrzeugen aus Walsrode, Honerdingen, Düshorn, Fulde, Benzen, Krelingen, Verden, Soltau, Bad Fallingbostel und Bomlitz. Vier Feuerwehrleute erlitten leichte Verletzungen.

Der Bauhof der Stadt Walsrode streute den Bereich weiträumig ab, eine durch die Löscharbeiten entstandene Eisfläche konnte hierdurch zunächst jedoch nicht beseitigt werden, so dass die Sperrung auch gestern Mittag noch andauerte.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei brach das Feuer im Dachgeschoss des drei Etagen hohen Geschäftshauses aus. Hier befand sich eine leer stehende Wohnung, die durch zwei Ölöfen beheizt wurde. Das Dachgeschoss brannte vollständig aus, das erste Obergeschoss wurde durch Rauchgase ebenfalls beschädigt. Der entstandene Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mindestens 120 000 Euro.

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