Visselhoevede - VISSELHÖVEDE · Seit zwei Wochen zeigt das Thermometer heftige Minusgrade an. Im Winter nichts Ungewöhnliches. Man kommt nach Hause und duscht oder badet schön heiß. Doch die Bewohner der Wohnungen des Hauses Buchenstraße 1,3 und 5 in Visselhövede können sich nicht aufwärmen, denn sie haben seit knapp einer Woche kein warmes Wasser mehr.

© Foto: Kirchfeld
Irene Geschwandtner (l.) und Petra Neumann: Zwei von 58 Mietern ohne warmes Wasser. ·
„Seit Dienstagmorgen vergangener Woche haben wir nur noch kaltes Wasser“, ärgert sich Petra Neumann. „Wir sind alle durchgefroren und möchten gerne mal wieder heiß duschen. Selbst das Zähne putzen wird so zur Qual“ Eigentümer der Häuser und gleichzeitig Vermieter der einzelnen Wohnungen ist die Deutsche Annington, mit rund 220 000 verwalteten Wohneinheiten eines der größten deutschen Immobilienunternehmen.
Aber das hat offenbar auf die Anrufe der verzweifelten Visselhöveder Mieter nicht reagiert. „Ich habe schon mehr als 30 Euro vertelefoniert. Man hängt dauernd in der Warteschleife, wird nicht weiter verbunden oder erhält blöde Antworten“, lässt die 49-jährige Neumann Luft ab. Mittlerweile ist auch Sohn Marcel krank geworden und liegt mit Fieber im Bett.
Sie habe bisher nur Ausreden zu hören bekommen wie zum Beispiel, dass der Warmwasserspeicher nur 1 000 Liter Vorrat habe und die schnell zur Neige gingen, wenn alle Mieter gleichzeitig badeten..
Familie Neumann wohnt seit 27 Jahren in dem Komplex und hatte „diese Probleme“ noch nie. Nun fühlt sich Petra Neumann hilf- und machtlos. „Manche Nachbarn fahren zum Duschen ins Hallenbad. Am vergangenen Sonnabend riet mir ein Service-Sprecher der Annington, mich direkt bei der Störungsstelle zu melden, um Dampf zu machen. Dort war aber die Auftragsnummer nicht bekannt.“ Betroffen sind drei Wohnblöcke mit insgesamt 58 Wohneinheiten an der Buchen- und Pappelstraße. „Wir haben bereits zweimal Unterschriften gesammelt, die wir an die Geschäftsleitung schickten“, macht die gelernte Sekretärin deutlich, die auch per Fax und E-Mail nicht weiterkam.
Pressesprecherin Katja Weisker von der Deutschen-Annington in Bochum bedauerte gestern auf Nachfrage den Vorfall. „Wir entschuldigen uns bei den Mietern. Provisorisch sollte das Warmwasser bald wieder laufen. Die Mieter erhalten eine Entschädigung für die Unannehmlichkeiten in Höhe von 50 Euro gutgeschrieben. Es fehlte ein Ersatzteil und witterungsbedingt sind auch die Reparaturunternehmen überlastet.“ · aki
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