Visselhoevede - VISSELHÖVEDE · Nach ewigem Hin und Her bahnt sich eine Entscheidung für den Bildungsstandort Visselhövede an. Wie Bürgermeisterin Franka Strehse im Schulausschuss am Montagabend verkündete, soll ab dem kommenden Schuljahr eine Oberschule mit einem bis 2015/16 befristeten gymnasialen Zweig an der Vissel errichtet werden. Eine schriftliche Bestätigung stehe aber noch aus. Ungeachtet dessen arbeiten Haupt- und Realschule bereits an einer Zusammenführung der Bildungseinrichtungen.

Gerd Dyck leitet die Haupt- und Realschule in Visselhövede, bald auch die Oberschule?
„Wir haben eine Planungsgruppe eingerichtet, bestehend aus neun Lehrern, einem Elternvertreter, drei Schülervertretern und einem Mitarbeiter der Stadtverwaltung“, berichtete der Leiter der Visselhöveder Hauptschule, Gerd Dyck, im Ausschuss. So habe man die Entscheidung getroffen, nach den Sommerferien zunächst nach Schulformen getrennt zu unterrichten, um Zeit zu haben, sich aneinander zu gewöhnen und die Verzahnung der Kollegien zu gewährleisten. „So haben wir einen sicheren Start“, erklärte Dyck. Im kommenden Schuljahr soll es eine Hauptschulklasse, drei in der Realschule sowie eine in der Grundschule geben. Dyck wies jedoch darauf hin, dass vereinzelt bereits ein integrativer Unterricht eingeübt werden solle. Als mögliche Fächer nannte der Rektor Sport, Musik oder Kunst sowie eine Naturwissenschaft. Oberstes Ziel sei zudem, künftig integrativen Unterricht in allen Fächern anzubieten.
Strehse wies in diesem Zusammenhang auf die Elternbefragung hin, die ergeben habe, dass sich 75 Prozent der Visselhöveder eine integrative Gesamtschule wünschen. „Ein integrativer Unterricht ist klarer Elternwille in Visselhövede“, betonte Strehse und gab Dyck, der kommissarisch auch die Leitung der Visselhöveder Realschule inne hat, die Empfehlung mit auf den Weg, in zwei Jahren den integrativen Unterricht an der Oberschule durchzusetzen.
Die künftige Oberschule soll in dem jetzigen Realschulgebäude untergebracht werden. Der zusätzliche Stundenbedarf der Schüler des gymnasialen Zweigs soll mit Feuerwehrlehrkräften und aus dem Kollegium gedeckt werden. Laut Dyck hätten einige Lehrer ihre Bereitschaft signalisiert, gymnasialen Unterricht zu übernehmen.
Auf Wunsch versprach Dyck, die Elternvertreter der Grundschulen aus Visselhövede und umzu in die Planungsgruppe einzuladen und sie über den Stand der Dinge und das weitere Vorgehen zu informieren. Sobald die Entscheidung einer Oberschule mit gymnasialem Zweig schriftlich bestätigt wird, sollen ferner die Eltern aller Kinder, die auf eine weiterführende Schule kommen, von der Stadt zu einem Informationsabend eingeladen werden.
Dyck: „Es ist ein Batzen Arbeit, aber wir sind auf einem guten Weg.“ · ber
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