Visselhoevede - VISSELHÖVEDE · Hoher Besuch in Visselhövede: Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) hat gestern Abend die Wanderausstellung „Bundeswehr im Einsatz“ im Haus der Bildung eröffnet. In seinem Grußwort kritisierte der Landespolitiker die Entscheidung des Verteidigungsministeriums, die Kaserne Lehnsheide zu schließen.

© Foto: Berger
Oberstleutnant Michael Kämmerer (v.l.) und Franka Strehse überreichen Uwe Schünemann als Dankeschön für seinen Besuch ein Geschenk. ·
„Dass Visselhövede betroffen war, war nicht zwingend und auch nicht im Vorfeld abzusehen. Die Begründung fand ich auf den ersten Blick auch nicht schlüssig“, sagte Schünemann den geladenen Gästen, unter denen auch Bundestagsabgeordneter Reinhard Grindel (CDU) und die beiden Landtagsabgeordneten Elke Twesten (Grüne) sowie Ralf Borngräber (SPD) waren. Um den von den Schließungen betroffenen Standorten zu helfen, habe die Landesregierung einen Aktionsplan erarbeitet, mit dem den Kommunen auch finanziell unter die Arme gegriffen werden soll.
Schünemann betonte, das Inneministerium habe großes Interesse an einer guten Beziehung zur Bundeswehr, da beide für die Sicherheit in ihrem Land verantwortlich seien. Als große Herausforderung bezeichnete er den Kampf gegen den Terrorismus. „Äußere und innere Sicherheit gehören heutzutage zusammen und müssen als Ganzes betrachtet werden. Der Kampf gegen den internationalen Terrorismus erfordert es, auch im Ausland präsent zu sein“, sagte Schünemann. Gerade eine Exportnation wie Deutschland sollte ein Interesse daran haben, für Stabilität in der Welt zu sorgen. Der Auftrag, dem globalen Frieden zu dienen, dürfe keinesfalls mit Pazifismus verwechselt werden, so Schünemann. „Wir müssen Frieden und Recht auch mit militärischen Mitteln durchsetzen.“ Von der Ausstellung erhofft sich der Innenminister, dass der Dialog zwischen der Bundeswehr und der Bevölkerung gefördert werde, denn das Militär dürfe nicht an Präsenz in der Öffentlichkeit verlieren. „Der Einsatz der Soldaten im Ausland verdient Respekt.“
Bürgermeisterin Franka Strehse zeigte sich hocherfreut, eine derart renommierte Schau in Visselhövede begrüßen zu können. Den Besuchern bestellte sie einen Gruß vom Bundestagsabgeordneten Lars Klingbeil (SPD), der mit der Bundeskanzlerin in China sei. „Vielleicht bringt er ja den großen chinesischen Investor für unseren Konversionsprozess mit“, hofft sie.
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