126.07.10|Visselhövede
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Visselhoevede - KÜKENMOOR (wb) · Zig Trecker, unzählige Mopeds und Mofas, zudem einige alte Autos, Wohnmobile, zwei alte London-

Vor der Versteigerung geht kein einziges Stück vom Hof. Anfragen nützen nichts.
Vor anderthalb Jahren ist der Landwirt gestorben, nun löst seine Familie den etliche Schuppen füllenden Fuhrpark auf, und der dürfte die Herzen vieler Sammler und Hobbyschrauber höher schlagen lassen. Mitte August wird es eine große Versteigerung geben.
Der ganze Hof steht voll mit alten Schleppern, teilweise erscheinen sie wie echte Herausforderungen für Bastler. Hier ein alter Deutz von 1948, dort ein roter, teilweise rostbrauner Porsche Diesel und natürlich ist auch die Marke Schlüter vertreten, denn mit der fing vor rund 40 Jahren alles an. Heinz Luttmann nutzte einen solchen für seine Landwirtschaft. Kaufte einen zweiten als Ersatzteilquelle. „Doch der war dann auch zu schade und er kaufte einen dritten“, erzählt Schwiegersohn Onno Bremer.
Doch der Sammler konnte sich nicht nur für Schlüter begeistern. „Mein Vater hatte immer andere Sammelphasen“, erklärt Anke Bremer. Wichtiges Kriterium sei immer gewesen, dass der Motor noch lief. „De Motor lüppt op’n Schlach“, habe ihr Vater immer glücklich verkündet und dann war es egal, wie die Karosse aussah.
Mal hatte er sich auf alte Mercedes spezialisiert, dann kaufte er wieder einen alten Tatra zum Ankurbeln.
Der steht auch noch in einer Scheune unter einer Schicht aus Staub und Heu. „Mit dem ist Tito damals gefahren worden“, zitiert Anke Bremer ihren Vater. Sie lacht und hält das für eine „Opa-
Der ehemalige Hühnerstall ist voll mit Mopeds. „Bei uns hätte man sagen können, Opa fährt im Hühnerstall Motorrad, aber zum Fahren war kaum noch Platz.“ Ihr Vater konnte sich von nichts trennen, sie und ihre Mutter schon, gemeinsam haben sie alles geerbt. Sie können sich mehr an dem hübschen Rosengarten erfreuen, als an alten Schleppern vor der Kulisse blühender Rhododendren.
Aber für den Schrott ist die Sammlung viel zu schade, und so kamen sie auf die Idee der Versteigerung. Ein Auktionator aus Hamburg will die Sammlung unter den Hammer bringen. Vorher wird nichts verkauft, absolut gar nichts, betont Onno Bremer.
Anfragen gab es schon reichlich, aber nicht ein Teil geht vorher vom Hof. „Sonst würden sich alle vorher die Rosinen herauspicken“, sagt er, das wäre nicht fair gegenüber denen, die zur Versteigerung am 14. August kommen. Vormittags und einen Tag vorher darf dann alles in aller Ruhe besichtigt werden. Voraussichtlich ab kommenden Donnerstag kann man zudem einen Katalog mit Fotos aller Verkaufsstücke im Internet einsehen unter http://www.valcom.de
Das Ehepaar hat keine Vorstellung, wie viele Menschen zu der Versteigerung kommen werden. Ein Zelt wird aufgebaut, die Feuerwehr hat sich bereit erklärt, den Verkehr auf einer Parkplatz-
Die Familie Bremer blickt dem Tag auf jeden Fall mit viel Spannung entgegen.
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