Visselhoevede - BOTHEL · „Wann kommt die IGS in Bothel? Ein Großteil der Eltern aus der Samtgemeinde Bothel wartet nach zwei Jahren voller Hoffnung und der Enttäuschung zum Jahresende endlich auf ein positives Signal von den politischen Entscheidungsträgern.“ Das sieht zumindest die Initiative Pro-IGS-Bothel so, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.
Heute wird der Kreistag über den Antrag zur Errichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in Bothel entscheiden. „Oder auch nicht“, schreibt die Initiative. Zu einem ersten positiven Zeichen habe sich der Schulausschuss in seiner vergangenen Sitzung durchgerungen, als er mehrheitlich den Antrag unterstützt hatte.
„Heute sollen nun die Mitglieder des Kreistages entscheiden, ob der Antrag gestellt wird. Doch aus der Beschlussvorlage wird ersichtlich, dass es auch dieses Mal zu keiner Entscheidung kommen wird“, vermutet die Initiative.
Die kritisiert vor allem die erneute Elternbefragung mit dem Modell Oberschule als neuer Alternative für die bestehenden Schulstandorte. „Nun sollen wir wieder da anfangen, wo wir schon vor zwei Jahren waren“, äußern sich die Mitglieder der Pro-IGS-Bothel enttäuscht über die Beschlussvorlage. „Es ist ein zermürbendes Spiel auf Zeit“.
n„Geht nur um
▪ Pfründesicherung“
„Wie oft müssen die Eltern denn noch bestätigen, dass sie eine IGS in Bothel wünschen?“, fragt die Gruppe.
Ebenso wenig verstehen die Mitglieder offenbar die Absicht der Bürgermeister aus Scheeßel, Fintel, Rotenburg und Visselhövede, ihre Stellungnahme zum IGS-Antrag abzugeben.
„Es geht hier anscheinend gar nicht um die für die jeweiligen Standorte ideale Schulform, sondern nur noch um eine unerklärliche Pfründesicherung“, kritisieren die Mitglieder der Botheler Initiative und betonen deutlich ihren Unmut über den Begriff „Schülerklau“, der bei der vergangenen Kreistagssitzung in Umlauf gebracht worden war.
„Die Elternbefragung hat ergeben, dass wir die für die IGS geforderten Mindestschülerzahlen fast allein aus unserer Gemeinde erbringen können – es müssten nur wenige Schüler von außerhalb dazu kommen“, heißt es weiter. Zumal die umliegenden Schulstandorte ihre Sympathie für das Modell Oberschule bekundet hätten. Diese könnten dem Modell zufolge bereits zwei-oder dreizügig laufen.
„Unter diesem Aspekt halten wir die Sorge um Mindestschülerzahlen für unbegründet“, schreiben die Botheler, die vermuten, dass sie die Frage, wann endlich eine IGS in Bothel ihre Arbeit aufnimmt, „bis in das neue Jahr begleiten wird“. Dennoch würden sie weiter auf positive Signale von Seiten der Kreistagspolitiker hoffen.è Landkreis
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