Visselhoevede - VISSELHÖVEDE (jw) · „Wenn die Straße nicht ausgebaut wird, sind die millionenschweren Investitionen akut gefährdet!“ Matthias Gutermann, Vorsitzender des Visselhöveder Gewerbevereins und gleichzeitig auch Investor des geplanten Gesundheitszentrums an der Ecke Lindenstraße/Große Straße, machte seinem Zorn über den angekündigten Ausbau-Stopp des letzten Teilstücks der B 440 während eines Politikerbesuchs deutlich Luft.

Skeptischer Blick: Investor Matthias Gutermann sieht anstehende Projekte an der Bundesstraße durch den Baustopp gefährdet, Lars Klingbeil, Franka Strehse, Ralf Borngräber, Tam Ofori-Thomas und Torsten Burmester (von links) machten sich vor Ort ein Bild über das geplante Gesundheitszentrum.
Bekanntlich wollen verschiedene Visselhöveder Unternehmer in dem Bereich enorm investieren. Neben Gutermanns Gesundheitszentrum mit der Apotheke, einer Arztpraxis, einer Tagespflegeeinrichtung für Demente und einem Bereich für betreutes Wohnen, ist ein paar Schritte weiter ein modernes Zentrum für Physiotherapie geplant. Außerdem werden im Rahmen der Stadtsanierung viele Gebäudefassaden erneuert.
„Aber alles nur mit der Vorgabe, dass etwas passiert“, informierte Gutermann am Dienstagabend die SPD-Politiker Lars Klingbeil (Bundestag) und Ralf Borngräber (Landtag), die von den Anliegern kurz nach dem Bekanntwerden des Bau-Stopps verzweifelt angeschrieben wurden.
„Wir können hier nicht barrierefreie Wohnungen und Tagespflege anbieten, wenn sich die Senioren vor der Tür aufgrund der maroden Fußwege auf die Nase legen“, bemühte Gutermann ein drastisches Beispiel.
„Und dabei war alles bis ins Detail geplant und die Arbeiten sollten in diesem Frühjahr beginnen“, machte Bürgermeisterin Franka Strehse deutlich, dass die geplanten Vorhaben für die Stadt immens wichtig seien. „Dass man keine Planungssicherheit hat, ist echt brutal.“ Dass das fehlende Geld das eigentliche Problem ist, stellten auch die beiden Berufspolitiker fest. Zwar sei die Bundesstraße wie der Name schon sage eine Bundesangelegenheit, aber die Euros für den Straßenbau fließen von Berlin aus an die Länder. Also auch nach Hannover, wo es für verschiedene Projekte verteilt wird.
Lars Klingbeil hat in Erfahrung gebracht, dass im April über eine Aufstockung des Etats entschieden werde, außerdem will er mit seinen Parteifreunden einen „Sofort-Sonderfonds für Winterschäden“ einrichten.
Ralf Borngräber will auf Landesebene ebenfalls fleißig die Werbetrommel für einen Ausbau rühren: „Ich werde versuchen, Mechthild Ross-Luttmann, Jan-Christoph Oetjen und Elke Twesten mit ins Boot zu holen, um gemeinsam etwas zu stricken. Eine Flickschusterei auf dieser für die Stadt sehr wichtigen Straße darf nicht in Frage kommen.“
Facebook 'Like Box' wird geladen...

Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.