030.04.10|Visselhövede
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Visselhoevede - Von Susanne HastedtBROCKEL · Auf spielerische Weise beschäftigten sich die Kinder des Kindergartens Brockel in einem groß angelegten Projekt mit dem Thema Wald. Dabei standen sowohl Ausflüge bei Wind und Wetter in den nah gelegenen Wald als auch Bastelarbeiten und vertiefende Aktionen im Kindergarten mit auf dem Programm. Einen Vormittag lang begleitete der Wildnispädagoge Torsten Vogel aus Hannover die Kindergartenkinder auf ihrer ersten Wald-

Mutprobe: Das Verbinden der Augen trainiert den Teamgeist.
Nacheinander fassen die Kinder in die weiße Baumwolltasche und versuchen mit ihren Händen zu ertasten, was dort verborgen ist. „Ein Teddy?“, vermuten einige. Torsten Vogel lässt seine Schützlinge eine Weile raten, dann zieht der Wildnispädagoge schließlich behutsam ein wolliges Knäuel hervor und hält es gut sichtbar für alle in die Luft: Der Teddy entpuppt sich als Fuchsfell.
Das hat nun niemand vermutet. Was frisst ein Fuchs? Was machen Füchse, die im Wald nicht mehr genug zu fressen finden? Auf ihrer Entdeckungstour durch den Wald finden die Kinder des Kindergartens Brockel Antworten auf viele ihrer Fragen. Auf spielerische Weise vermittelt Torsten Vogel den drei-
Ausgerüstet mit einem Buschmesser und einem Trapper-
Doch bevor es ins Dickicht geht, müssen die Kinder noch eine „Mutprobe“ bestehen: Sie ziehen sich Augenbinden über, halten sich gemeinsam an einem langen Seil fest und laufen nun „blindlings“ ein Stück des Weges weiter. „Bei den Kleinen geht es dabei mehr um die Spannung – die Größeren trainieren das Gefühl, sich aufeinander zu verlassen“, erklärt der Wildnispädagoge.
Ohne Augenbinden geht es dann ins Dickicht. Dort führt Vogel die Kinder zu einer Stelle, an der eine kleine Mulde im Laub entstanden ist. „Das ist eine Fege-
Dann sollen sie selber einen Laubhaufen im Wald aufschichten – welchen Zweck der erfüllt, erfahren sie später. Doch zunächst steht ein Spiel auf dem Programm: Ein „Fuchs“ soll „Mäuse“ fangen.
Zwei Gruppen werden gebildet und auf Vogels Kommando stürzt sich der Fuchs in das Gewimmel und versucht eine Maus zu erwischen. Am Ende sind mehr Füchse als Mäuse übrig: „Wenn es mehr Füchse als Mäuse gibt, haben die Füchse nicht mehr genug zu fressen. Dann müssen sie in einen anderen Wald gehen“, erklärt Vogel den Kindern den Kreislauf: „Die Mäuse können sich dann wieder vermehren, und dann kann es wieder mehr Füchse geben.“
Doch dann geht es zurück zu dem Laubhaufen, den die Kinder zuvor aufschichteten. Was hat sich dort in der Zwischenzeit getan? Ganz vorsichtig durchwühlen die Kinder das Laub und entdecken dabei süße Überraschungen: Im Laubhaufen sind Tütchen mit Gummibärchen versteckt. Die sind sicherlich nicht im Wald gewachsen, aber die Kinder freuen sich über die besonderen „Früchte“ zum Abschluss ihres ersten Waldausflugs.
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