011.09.09|Visselhövede|Visselhövede|
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Visselhövede (fk) - Als Bestandteil einer Veranstaltungsreihe zum 20-jährigen Bestehen der Diakonie-Sozialstation Visselhövede-Bothel fand am Mittwochabend eine Podiumsdiskussion zum Thema „Menschlich vertretbare Pflege“ statt.

Diskutierten über Pflege: Christian Kindler (v. li.), Lars Klingbeil, Wolfgang Wattjes und Reinhard Grindel.
Zu Gast waren die Bundestagskandidaten Lars Klingbeil ( SPD ) und Christian Kindler (Bündnis 90 / Die Grünen) sowie der CDU -Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel
Pastor Wolfgang Wattjes begrüßte die Diskussionsteilnehmer und die Zuhörer, bevor er kurz einen Einblick in die Entwicklung der Diakonie-Sozialstation gewährte. Es gehe unter anderem darum, die Politik für das wichtige Thema Pflege zu interessieren. Die Diakonie in Niedersachsen hat zur Bundestagswahl die Aktion „Ich mach mich stark für die Pflege“ ins Leben gerufen.
Nach einer kurzen Vorstellung seitens der drei Politiker schilderten diese ihre ganz persönlichen Beziehungen zum Diskussionsthema. Außerdem hatten sie Gelegenheit, aus ihrer Sicht zu bewerten, was im pflegerischen Bereich gut ist, was verändert werden könnte oder müsste und wie sie die Zukunft Deutschlands vor dem Hintergrund des Pflegethemas gern gestalten würden. Christian Kindler: „Menschen, die in pflegerischen Berufen tätig sind, leisten eine sehr wertvolle Arbeit, tragen oft unglaubliche Verantwortung und hätten meist eine höhere Wertschätzung verdient.“ Viele, die andere Menschen pflegen, seien oft harten körperlichen Belastungen ausgesetzt und hätten in vielen Fällen eine bessere Bezahlung verdient. Lars Klingbeil, der kürzlich einen ganzen Tag in einem Alten- und Pflegeheim mitgearbeitet hat, betonte: „Hut ab vor der Arbeit, die da geleistet wird. Ich muss aber sagen, das System „satt und sauber“, das wir jetzt haben, reicht mir nicht. Man muss die menschliche Ebene viel mehr in den Mittelpunkt stellen, und wir müssen uns Gedanken machen, wie die Politik das hinkriegt.“ Reinhard Grindel erklärte, dass sich bei allen Unzulänglichkeiten, die man vielleicht beklagen mag, sich auf dem Sektor der Pflege schon eine Menge getan habe. „Bei der ganzen Diskussion muss man sehen, dass wir nicht alle Anforderungen, die möglicherweise existieren, werden erfüllen können. Ich warne auch vor einer Überforderung.“ Ursula Hoppe, Leiterin der Diakonie-Sozialstation, über die Podiumsdiskussion: „Ich denke, es war eine gelungene Veranstaltung. Uns war es wichtig, auf Problematiken im Pflegebereich aufmerksam zu machen und die Politiker zu sensibilisieren. Die Gäste dürften sicher auch die eine oder andere neue Information mitgenommen haben.“
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