Visselhoevede - VISSELHÖVEDE · Bärbel Korgel hat viel telefoniert und alte Ausgaben dieser Zeitung gewälzt. Werner Hamann-Korgel hat ebenso viele Gespräche geführt und reichlich Fotos gesichtet. Und die Arbeit hat sich gelohnt, denn herausgekommen ist eine kleine, aber feine Ausstellung zum Thema „40 Jahre Garnisonsstadt Visselhövede“.

© Foto: Wieters
Werner Hamann-Korgel und Bärbel Korgel haben viele Stunden investiert. ·
In den schicken und hellen Räumen im Haus der Bildung, in denen das Stadtarchiv untergebracht ist, bekommen Interessierte tiefe Einblicke in die Geschichte der Bundeswehr in der Stadt an der Vissel. Auf den Bildern ist unter anderem die erste Kantinen-Baracke zu sehen, die bereits 1971 aufgestellt und vor 40 Jahren offiziell eröffnet wurde. Die Radaranlagen – in den Anfängen gab es noch drei Kugelgebäude auf dem Elmhorstberg – und weitere technische Einrichtungen werden durch Bilder und Berichte erläutert.
Natürlich wird das Verhältnis von Bürgern und Soldaten beleuchtet, es gibt Berichte, Urkunden sowie andere Dokumente über die Stadtfeste, die Biwaks oder weitere öffentliche Veranstaltungen zu sehen. „Wir haben viele Bilder und Unterlagen von zivilen Angestellten und auch von Soldaten bekommen“, erzählt Archivar Werner Hamann-Korgel, der sich den Job gemeinsam mit seiner Frau Bärbel Korgel teilt. Wegen der Geheimhaltung bei der Bundeswehr sei es etwas schwieriger gewesen, Details aus den Anfängen zu bekommen, aber heute werde die Thematik etwas lockerer gehandhabt.
Auch die wirtschaftlichen Auswirkungen einer Kaserne für die Stadt werden anhand von Zahlen, Daten und Fakten dokumentiert.
„Wir präsentieren den ganzen Zeitraum von den Anfängen bis über den Einsatz von Visselhöveder Soldaten in Afghanistan, und berücksichtigen auch die Frage, was mit dem Gelände geschieht, wenn die Soldaten in ein paar Jahren abrücken“, erklärt die hauptberufliche Lehrerin Bärbel Korgel. Gestern war sie mit der Klasse 8 c der Oberschule in der Ausstellung. Dort bekamen die Schüler Fragebogen, die sie mit Hilfe der Objekte beantworten konnten.
Geöffnet ist die Ausstellung immer freitags von 15 bis 18 Uhr und sonnabends von 9 bis 12 Uhr. „Sowie nach Absprache für die Schulen“, sagen die beiden Stadtarchivare, die diese besondere Ausstellung nur möglich machten, „weil wir echten Spaß an der Arbeit haben“. · jw
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