Sottrum - Retten, löschen, bergen, schützen – an 365 Tagen im Jahr und das 24 Stunden am Tag sind die 15 Ortswehren der Samtgemeinde Sottrum einsatzbereit. 61 Mal wurde im vergangenen Jahr Alarm ausgelöst. Darunter waren 25 technische Hilfeleistungen. „Zu sechs Unfällen und zur Beseitigung von sieben Ölspuren rückten die Wehren aus“, bilanziert Reinhard Schnackenberg, der seit dem Jahr 2008 Gemeindebrandmeister ist.

© Foto: ho
Lenkt die Geschicke der Feuerwehren in der Samtgemeinde mit: Gemeindebrandmeister Reinhard Schnackenberg. ·
Der größte Einsatz bei den Hilfeleistungen ging am 19. März in die Dienstbücher ein, als eine 250 Kilogramm schwere Bombe an der Straße „An der Weide“ gefunden wurde. Sogar über den Rundfunk waren die rund 1 500 betroffenen Anwohner gewarnt worden, die während der Entschärfung evakuiert werden mussten.
Neben 65 Aktiven der Wehren aus Sottrum, Stuckenborstel, Hassendorf und Hellwege waren eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei und weitere 40 Beamte der Rotenburger Polizeidirektion im Einsatz. Außerdem kümmerten sich 30 Mitglieder der schnellen Einsatzgruppe (SEG) des DRK und fünf Mitarbeiter der Verwaltung um die Bürger, die sich in der Schule die Wartezeit vertrieben. Kurz nach Mitternacht war der Spuk vorbei.
Einen zweiten ungewöhnlichen Einsatz gab es im August, als in Höhe des Bahnhofes bei Bauarbeiten eine Gasleitung beschädigt wurde. „Auffällig ist, dass wir nur wenig mit umgestürzten Bäumen zu tun hatten und nur zwei Mal wegen Hochwasser ausrücken mussten“, sagt der Gemeindebrandmeister.
Insgesamt gehören 586 aktive Feuerwehrleute, und damit zehn weniger als im Vorjahr, zu den Ortswehren der Samtgemeinde Sottrum. Erfreulich ist die Entwicklung bei den Damen, die zwei Mitglieder mehr in ihrer Kartei haben. Insgesamt leisteten die Ehrenamtlichen 43 876 Stunden zugunsten der Allgemeinheit. Darin enthalten ist auch die Zeit für die 55 Lehrgänge, die auf Kreis- und Landesebene anstanden.
Den größten Anteil an der Gesamtstundenzahl hatten die Sottrumer, deren 65 Aktive 2011 im Durchschnitt 110 Stunden leisteten. Die Stuckenborsteler Brandschützer brachten es auf beachtliche 93 Stunden pro Mitglied. Statt ein Jahr älter zu werden, konnte das Durchschnittsalter der Wehren von 39,3 Jahren gehalten werden. Die jüngste Ortswehr ist mit 35,23 Jahren in Bötersen zu finden. Der Nachwuchs stammt auch aus den eigenen Reihen, die in den sechs Jugendwehren 91 Mitglieder zählen. Sie brachten es auf 10 550 Stunden. · ho
Facebook 'Like Box' wird geladen...

Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.