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Hemslinger Pferdefreunde vermuten Fall von Tierquälerei / Veterinäramt gibt Entwarnung / Tierarzt: Stute nicht mehr zu retten

Hemslinger Pferdefreunde vermuten Fall von Tierquälerei / Veterinäramt gibt Entwarnung

Tierarzt: Stute nicht mehr zu retten

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Hemslingen · Aufregung um mögliche Tierquälerei in Hemslingen: Aufmerksame Leser unserer Zeitung haben darauf hingewiesen, dass auf der Koppel am Erlenweg eine Stute kurz vor dem Verhungern sei.

© Mediengruppe Kreiszeitung / Foto: Menker

Die alte Stute war mit der Versorgung ihres Fohlens wohl wegen ihres Alters überfordert.

Mittlerweile ist es traurige Gewissheit: Das Pferd ist tot. Es wurde vom Tierarzt eingeschläfert. „Es war einfach Altersschwäche“, so der Veterinär, der den Besitzer von jeglicher Schuld freispricht.

Fakt ist, dass die 26-jährige Stute ein sehr hohes Alter für Pferde erreicht hatte. Hinzu kommt, dass sich das Tier um ein etwa vier Monate altes Fohlen kümmern musste. Der zusätzlichen Belastung, ein Jungtier zu säugen, sei die Stute nicht mehr gewachsen gewesen, heißt es vom Veterinäramt. Tierarzt Dr. Wilken Depke hatte versucht, das Pferd im Stall wieder aufzupäppeln. Dabei sei die Stute sogar an den Tropf gelegt worden – jedoch vergeblich.

„In so einem hohen Alter ist immer damit zu rechnen, dass ein Pferd wegen Entkräftung eingeschläfert werden muss“, sagt Veterinäramtsleiter Dr. Joachim Wiedner. „Da muss kein Verschulden des Halters dahinter stecken.“ Auch dass die Stute einen derart abgemagerten Eindruck erweckt habe, sei in dem Alter nicht ungewöhnlich. „Die Stute hatte einfach ihr Lebensende erreicht“, bestätigt Dr. Depke. Der Verdacht der Tierquälerei habe sich nicht erhärtet, die anderen Pferde seien gut versorgt, so der Fachmann.

Das Fohlen erfreue sich guter Gesundheit, soll aber zur Sicherheit in den Stall gebracht und mit „fohlengerechtem Futter“ versorgt werden. Die Wärme im Stall sei wichtig, da „bei den arktischen Temperaturen viele Kalorien durch den Wärmehaushalt verbraucht werden“, so Dr. Depke. Dies sei für ältere Tiere weniger problematisch als für Jungtiere.

Einen Fangversuch mussten Dr. Depke und seine Helfer gestern erfolglos abbrechen. Heute soll ein neuer Versuch unternommen werden, bei dem auch Pferdefreunde aus Hemslingen mithelfen wollen. Sie sind besorgt um das Wohlergehen der Tiere am Erlenweg. „Wir kümmern uns um das Fohlen“, verspricht Dr. Depke. · ber

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