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Das sind Scheeßels soziale Netzwerker

Örtliche Institutionen nutzen das Internet, um über ihre Arbeit zu informieren

Das sind Scheeßels soziale Netzwerker

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Scheessel - Von Lars Warnecke„Da ist das Ding!!!“, freuen sich die BG 89 Hurricanes Rotenburg/Scheeßel. „Mit dem heutigen 98:52-Sieg gegen Ebstorf bleibt die U14 II auch im 8. Saisonspiel ungeschlagen und sichert sich schon fünf Spieltage vor Schluss den Meistertitel in der Bezirksliga.“ Einem Fan gefällt das. „Glückwunsch!“, schreibt er. Ein anderer stimmt dem zu, er findet das „Super!!!“. Ob die beiden sich jemals getroffen haben, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden. Was sie verbindet: Beide sind mit dem Sportverein über Facebook im Internet vernetzt.

Netzwerke wie Facebook erschließen sich auch ungeübten Nutzern leicht. ·

© Foto: Menker

Netzwerke wie Facebook erschließen sich auch ungeübten Nutzern leicht. ·

Die Hurricanes sind die wohl aktivste Scheeßeler Gruppe im sogenannten Web 2.0, in dem es nicht mehr auf bloße Information, sondern auf Interaktion ankommt. 266 Menschen haben bei Facebook bislang angeklickt, dass ihnen die Basketballer gefallen. Einmal geklickt, werden sie stets mit den neusten Informationen versorgt, die das Team ins Netz stellt. Die Freunde haben die Möglichkeit, darauf zu reagieren.

Obwohl noch gar nicht eröffnet, hat sich auch die Scheeßeler Disco „Revolution“ schon vernetzt – momentan mit 357 Menschen. Eine Userin beschreibt ihre Erwartungen so: „Ich hoffe einfach nur auf das Beste! Wir haben es uns verdient, mal wieder einen guten Laden bei uns zu haben, der nicht nach ein paar Wochen wieder dicht macht, weil es an Kunden oder anderen Sachen mangelt.“ Und an anderer Stelle ist zu lesen: „Warum kriegt es eigentlich niemand auf die Reihe, das Ding einfach nur ,Stall‘ zu nennen? Der Name würde den größten Erfolg bringen, denn jeder kennt das Ding nun mal unter ,Stall‘.“

Viele Lokalpolitiker haben das Netz für sich entdeckt – entweder geschlossen als Fraktionsgruppe (SPD) oder privat, wie Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele, deren Facebook-Profil nur „Freunde“ einsehen können.

Das interaktive Netzwerken bietet vor allem den Institutionen, Vereinen und privaten Einrichtungen die Möglichkeit, ihre Zielgruppe direkt anzusprechen – mit dem Risiko, auch negative Resonanz zu erfahren. Eine Seite im sozialen Netzwerk ist schnell eingerichtet, eine Nachricht innerhalb von Sekunden verbreitet. Aber eben da ist auch der Haken am Web 2.0: Im Vergleich zu einer Webseite fordert das soziale Netz regelmäßige Pflege. Während beispielsweise die Hurricanes fast täglich Informationen einstellen, ist es bei der St.-Lucas-Kirchengemeinde bislang bei den „Kinderschuhen“ geblieben. Austausch findet auf dieser Facebook-Seite nicht statt.

Ganz anders sieht es da auf den Seiten der lokalen Bands aus. Sie nutzen das Netz als dynamisches Selbstvermarktungsorgan. Feuerengel um Sänger Rouven Stieghan stellen für ihre derzeit 2 925 Fans aktuelle Konzertberichte ein, pimp`d noiz, Dread-Rock und Everlaunch sind häufig online. Die Gemeinde selbst indes lässt es zurzeit bei der herkömmlichen Webseite bewenden – die wird jedoch beinahe täglich aktualisiert.

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