Scheessel - FINTEL (hu) · Die Geburtenrate in Deutschland ist auf dem niedrigsten Stand seit Kriegsende. Im Land Niedersachsen sank die Anzahl der Geburten im Jahr 2009 um satte sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Weniger Geburten – weniger Schüler. Das macht es für die Planungen der Kommunen bezüglich ihrer Bildungseinrichtungen äußerst schwierig. So stand auch die Entwicklung der Schulstruktur in der Samtgemeinde Fintel im Mittelpunkt der Sitzung des Schulausschusses.

Wohin führt der Weg der Lauenbrücker Fintauschule?
In seinen Schulmitteilungen vom April geht der Schulleiter der Lauenbrücker Fintauschule, Helgo Mayrberger, davon aus, dass es im Sommer wegen der sinkenden Schülerzahlen wohl nur eine einzige Einschulungsklasse in der Realschule geben wird und außerdem die kommende fünfte Klasse der Hauptschule wegen zu geringer Schülerzahl mit der sechsten Klasse zusammengelegt und gemeinsam unterrichtet werden muss.
Das Gremium begrüßte den geplanten Kooperationsvertrag zwischen der Friedrich-Freudenthal-Schule in Fintel und der Pestalozzi-Schule in Rotenburg. Damit soll in Zukunft die sonderpädagogische Grundversorgung für einzelne Schüler gefördert werden.
Zur Kostendeckung, so Samtgemeindebürgermeister Michael Niestädt, seien Einsparungen aus der energetischen Sanierung der Grundschule zu erwarten. Darin enthalten sind auch die vom Landkreis geforderten Umbaumaßnahmen sowie die Ausstattung. Sollte der Mensabetrieb auf Dauer eingerichtet werden, müssten im Haushalt 2011 rund 10 000 Euro zur Verfügung gestellt werden.
Zum Abschluss der Sitzung wurde die Unterschriftenaktion für ein Volksbegehren für gute Schulen vorgestellt. Darin wird auch eine Erleichterung zur Gründung von Gesamtschulen im ländlichen Raum gefordert.



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