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Heimatkundler Jochen Beckmamm öffnet Dorfchronik / Hofstellen im Blick

Lebendige Geschichte(n)

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Scheessel - Knapp 20 Scheeßeler Bürger hatten sich in der Gaststätte „Zum Treffpunkt“ eingefunden, um bei einem ortsgeschichtlichen Vortrag von Jochen Beckmann mitzuerleben, was alte Bilder erzählen. Der Heimatkundler, für den es ein großes Anliegen war, seinen Vortrag nicht nur historisch korrekt, sondern auch spannend zu gestalten, bot hierfür interessante Einblicke in die Scheeßeler Dorfchronik.

Jochen Beckmann vom Heimatverein erzählte alte Geschichten aus einer Zeit, an die auch viele der Zuhörer sich noch erinnern konnten. ·

© Foto: Rutzen

Jochen Beckmann vom Heimatverein erzählte alte Geschichten aus einer Zeit, an die auch viele der Zuhörer sich noch erinnern konnten. ·

Es sollte der krönende Abschluss einer Vortragsreihe werden, zu welcher der Landwirtschaftliche Verein Scheeßel in den Januarwochen an verschiedene Schauplätze in der Gemeinde eingeladen hatte. Und in der Tat: Die Erzählungen, die Beckmann mit historischen Fotos von alten Scheeßeler Hofstellen anreicherte, verfehlten ihre Wirkung auf das Publikum in keinster Weise. „So war das damals also“, zeigten sich einige Gäste erstaunt.

Überraschenderweise waren auch einige Nicht-Landwirte im Publikum auszumachen, die sich für die Geschichte ihres Heimatortes interessierten. Erfahren konnten sie unter anderem, wie das Leben auf Intemanns Hof, in der alten Färberei oder in der Molkerei vonstattenging.

Unter die Gäste mischte sich auch Gerhard Eimer. Der Vorsitzende des Landvolkverbandes Rotenburg gab zu bedenken, dass sich die Landwirte mit ihrer Produktion am Markt ausrichten und längerfristig überlegen müssen, wohin die „Reise“ gehen soll, was gedeiht und für sie von Interesse ist. „Jeder muss das für sich entscheiden“, sagte er. Zudem wies Eimer auf die Maßnahmen zu den Zahlungsansprüchen hin. „Eine Stilllegung von Flächen ist nicht gerechtfertigt, da sie gebraucht werden“, meinte er. Jedes Jahr würden zahlreiche Flächen durch Baumaßnahmen verloren gehen.

Auch die Errichtung von Windenergieanlagen, so der Verbandsvorsitzende, sei heutzutage im Gespräch. Eimer dazu: „Man sollte sich nicht auf ,fliegende Händler‘ einlassen, sondern gemeinsam beraten.“ Ebenfalls Landeigner und Anwohner müssten seiner Ansicht nach in die Planungen und Ausführungen eingebunden werden.“ ·hr

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