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Scheeßeler und Hetzweger Viertklässler schnuppern bei den weiterführenden Schulen

„Hier sind viel mehr Kinder“

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Scheessel - Schnuppertag in Scheeßel: 155 Viertklässler hatten am Dienstag die Gelegenheit, sich einen Eindruck von den weiterführenden Schulen im Beekeort zu verschaffen.

„Der mit der Kapitänsmütze ist das Subjekt”: Lehrer Volkmar Bendukat (r.) weiß, wie deutsche Grammatik Spaß macht.

© ksy

„Der mit der Kapitänsmütze ist das Subjekt”: Lehrer Volkmar Bendukat (r.) weiß, wie deutsche Grammatik Spaß macht.

„Willkommen zum Schnuppertag“. Mit diesem Schild in großen freundlichen Lettern begrüßt die Beekeschule die 35 Schüler, die am Dienstagmorgen die Bildungsstätte besuchen. Die Kinder bauen im Technikunterricht Stromkreise, arbeiten im Musikunterricht mit Rhythmusinstrumenten oder üben 30 Minuten lang, Englisch zu sprechen.

Obgleich viele der Viertklässler aus Scheeßel und Hetzwege, die sich an zwei Tagen in Kleingruppen nacheinander einen Eindruck von der Beeke- und der Eichenschule verschaffen, schon wissen, welche Bildungsstätte sie später besuchen, scheuen die beiden weiterführenden Schulen den mit erheblichen Aufwand verbundenen Schnuppertag nicht.

Die durchweg positiven Rückmeldungen geben ihnen Recht. „Für den ein oder anderen Unentschlossenen ist das eine willkommene Entscheidungshilfe“, meint Mitorganisatorin Roswitha Hebeler.

Die Rektorin der Beekeschule Elke Oppermann geht noch weiter: „Selbst diejenigen Scheeßeler, die schon wissen, dass sie woanders hingehen, sollten in ihrer Schullaufbahn mindestens einmal bei uns gewesen sein.“ Das, so ihre Erfahrung, fördere das Miteinander und baue Vorurteile ab.

Nach einer Stunde Probeunterricht stärken sich die Schüler bei Kakao und Kuchen. Wegen des neuen Stundenplans, nach dem gerade ein 80-minütiger Blockunterricht auf dem Plan steht, wurde für sie zusammen mit einigen Fünftklässlern eine eigene Stunde konzipiert.

„Habt Ihr das Tonstudio gesehen?“, schwärmt Jana. Sinja ist aufgefallen: „Im Technikraum kann man ganz coole Sachen bauen.“ Zehntklässler David Behrens, einer der betreuenden Schülerscouts, findet: „Die sind noch ganz schön zurückhaltend.“

Gleich geht es hinüber in die Eichenschule. Dort erwartet die Schüler nach einer Führung durch Rektor Ralf Goebel eine Stunde „realer“ Unterricht. Konrektor Volkmar Bendukat erläutert das Konzept: „Uns ist wichtig, einen authentischen Eindruck zu vermitteln, also: ‚Wie wird Unterricht gemacht‘?“

Eine Handvoll Schüler der 4c ist im Deutschunterricht gelandet – da geht es mit Grammatik zur Sache. Modaladverbial, Akkusativobjekt, Subjekt – wenn die Schüler mit Hüten und Kostümen als Satzglieder verkleidet sind, macht auch das richtig Spaß.

Nikola und Katharina kennen die Räumlichkeiten bereits, die eine von einer naturwissenschaftlichen AG in Kooperation, die andere von der älteren Schwester. Was hier anders ist? „Hier sind viel mehr Kinder als bei uns“, meint Katharina. Nikola ist besonders von den Kunstwerken der älteren „Kollegen“ begeistert: „Was hier alles rumhängt – echt stark!“.

Egal, wie die Schulwahl später ausfällt – einig sind sich alle Beteiligten schon jetzt: Der Schnuppertag ist eine gute Sache, und, wie Lehrerin Kirsten Voigt von der Oberschule feststellt: „Die Verzahnung zwischen den verschiedenen Schulen klappt.“ · uhe

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