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Ganztagsschule: Eltern entscheiden

Montag Infoabend in der Kastanienschule / Fragebögen werden verteilt / Mitmachen ist freiwillig

Ganztagsschule: Eltern entscheiden

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Scheessel - VISSELHÖVEDE (jw) · In immer mehr Familien sind beide Elternteile berufstätig. Doch wo bleiben die Kinder? Lösungen bieten die Ganztagsschulen, die bereits in vielen Kommunen eingerichtet wurden. Auch an der Visselhöveder Kastanien-Grundschule reifen langsam Überlegungen, eine Betreuung der Kinder bis um 15.30 Uhr anzubieten.

Schulvorstand Diana Poelmeyer (links) und Rektorin Bärbel Lattemann hoffen auf viele interessierte Eltern.

Schulvorstand Diana Poelmeyer (links) und Rektorin Bärbel Lattemann hoffen auf viele interessierte Eltern.

Eine Informationsveranstaltung wie das Ganze funktionieren könnte, findet am kommenden Montag, 4. Oktober, ab 20 Uhr in der Aula der Schule statt. Dann wird Uwe Wahlers, Leiter der Grundschule Scheeßel, über seine Erfahrungen mit der Ganztagsschule berichten.

„Anschließend bekommen die Eltern einen Fragebogen mit nach Hause, der anonym bleibt, aber uns helfen soll, den Bedarf einer Ganztagsbetreuung zu ermitteln“, sagt Bärbel Lattemann, Rektorin der Kastanienschule, die gemeinsam mit dem Schulvorstand die Idee verfolgt. „Die Kinder könnten von montags bis donnerstags betreut werden“, denkt Dina Poelmeyer vom Schulvorstand schon einen Schritt weiter. Nach dem regulären Unterricht wird dann gemeinsam zu Mittag in der Mensa der Heidetor-Schule gegessen und anschließend werden den Schülern verschiedene Arbeitsgemeinschaften angeboten. „Das können Kreativ- oder Sportkurse, Lesenachmittage oder Technikstunden sein“, so Lattemann, die aber auch weiter eine Hausaufgabenbetreuung anbieten will, die jetzt schon „sehr gut läuft“.

Für die verschiedenen Aktivitäten werden dann pädagogische Mitarbeiter auch aus Vereinen gesucht. „Aber das wird schon klappen“, ist Lattemann mit Blick auf das Personal ganz entspannt.

Ein Muss soll die Ganztagsschule für die Kinder nicht sein. „Es ist freiwillig. Wenn sich Eltern und Kinder aber entschieden haben, an bestimmten Tagen mitzumachen, ist das ein halbes Jahr bindend. Denn wir müssen auch planen.“ Zahlen müssen die Eltern nur das Mittagessen. Vom Land gibt es kein Geld, nur ein paar Lehrerstunden. Für die Mitarbeiter muss die Stadt als Schulträger aufkommen.

„Die Entscheidung liegt bei den Eltern. Wenn der Bedarf vorhanden ist, werden wir alles weitere in die Wege leiten, um vielleicht schon im Sommer 2011 zu starten“, unterstreichen Lattemann und Poelmeyer. Beide hoffen am Montag auf viele interessierte Zuhörer. Einladungen wurden nicht nur an der Visselhöveder Grundschule und in den Kindergärten verteilt, sondern auch in Jeddingen und Wittorf. „Denn auch für die Kinder ist unser Nachmittagsangebot bestimmt.“

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