Scheessel - (rei) · Die Helfer und Schaulustigen hielten gestern Nachmittag gespannt die Luft an. Als Ortsbrandmeister Dirk Behrens den Befehl „Wasser Marsch!“ gab, klatschten viele freudig in die Hände. Der ganz große Moment steht der gestern spontan aufgebauten Mini-Eisbahn in Scheeßel aber noch bevor: Am Freitagnachmittag wird das Eis hoffentlich für große und kleine Schlittschuhläufer frei gegeben.

„Wasser Marsch!“: Ortsbrandmeister Dirk Behrens flutete gestern die improvisierte Eisbahn. Sie ist 16 mal zehn Meter groß.
Hier wurde gar nicht lange geplant, sondern einfach mal etwas ausprobiert. Eine private Initiative, ausgehend von Jürgen Lange, hatte die Idee, eine öffentliche Fläche zu fluten, allerdings bereits an Silvester vor einem Jahr.
„Wir haben uns daran erinnert wie es war, als die Wümmewiesen überschwemmt und gefroren waren – und wie schade das ist, dass das heute kaum noch passiert“, erzählt Jürgen Lange lachend. „Und dann kam irgendwie die Idee auf, eine Fläche künstlich zu fluten, um darauf Schlittschuh zu laufen.“ Und jetzt, da 14 Tage Dauerfrost angesagt sind, würde es sich wenigstens lohnen.
Thomas Miesner (Baustoffe Röhrs) spendierte Styroporplatten, die unter eine Folie gelegt wurden, um die Eisbahn zu stabilisieren. Die riesige Folie brachte Joachim Behrens (Firma jbs) mit. Der hatte ebenfalls seine Söhne mitgebracht – und alle packten kräftig mit an. Als das Feld in kürzester Zeit aufgebaut war, kam Ortsbrandmeister Dirk Behrens mit einigen Feuerwehrkameraden vorbei. Mit etwa 16 Kubikmeter Wasser wurde von ihnen die improvisierte Eisbahn geflutet.
Auch die Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele ließ es sich nicht nehmen, bei der Flutung dabei zu sein. Die Eisbahn-Initiative und die Verwaltung wiesen aber noch einmal darauf hin, dass die Eisfläche nicht frei gegeben ist. Noch ist das Betreten verboten, voraussichtlich wird das Eis erst am Freitagnachmittag stand halten können.



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