Scheessel - Von Ulla HeyneEs schien eine beschlossene Sache, die von der Gemeinde geplante Fällaktion von sechs Bäumen im Scheeßeler Rathauspark (wir berichteten). Den Ratsmitgliedern lag eine schriftliche Vorabinformation vor. Ein Gutachten belegte, dass die Aktion trotz Anbruch der vegetationsreichen Zeit erforderlich sei, da die Verkehrssicherheit „nicht gewährleistet ist“.

Gabriela Villwock (Grüne) würde es bedauern, wenn dieser Baum weichen müsste. ·
Im Klartext: Bäume ab, sonst droht Gefahr. In der Ratssitzung am Donnerstag fragte der Grünen-Ratsherr Klaus Lusch nach, ob das Vorhaben tatsächlich so dringlich sei, immerhin handele es sich um einen beträchtlichen Eingriff in die Pflanzen-, aber vor allem auch Tierwelt gerade jetzt in der Nistzeit. Nun hat sich die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises eingeschaltet. Die will von dem Vorhaben der Gemeinde bisher nichts gewusst haben: „An uns hat lediglich ein Bremer Planungsbüro einmal eine mündliche Anfrage allgemeiner Art gestellt“, erklärt der Leiter der Naturschutzbehörde Jürgen Cassier, konkret mit der Gemeinde habe er in dieser Angelegenheit noch keinerlei Kontakt gehabt. Stefan Behrens, Fachbereichsleiter Inneres, Schulen und Kultur, sagte dazu: „Das stimmt nicht.“
Der Fraktionsvorsitzenden der Grünen Gabriela Villwock ist aufgefallen: Die besagten Bäume wären bei der geplanten Umstrukturierung des Rathausparks nicht nur im Weg, sondern „stünden direkt drauf …“.



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