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Gestern wurde zum zweiten Mal der besondere Weihnachtsgottesdienst im Landpark gefeiert

600 Besucher bei den Tieren

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Scheessel - LAUENBRÜCK (hr) · Bei herrlichem, frostigem Winterwetter ließen es sich mehr als 600 Besucher, ihre Familien und Kinder nicht nehmen, gestern im Landpark Lauenbrück den besonderen Gottesdienst mit den Tieren zum zweiten Mal zu erleben.

Der Platz füllt sich und die Besucher singen sich ein wenig warm für den bevorstehenden Gottesdienst.

Der Platz füllt sich und die Besucher singen sich ein wenig warm für den bevorstehenden Gottesdienst.

Über 200 Huf- und Wildtiere leben auf dem etwa 220 000 Quadratmeter großen Gelände des Parks. Friedrich-Michael von Schiller, Geschäftsführer des Landparks, bot an diesem Nachmittag bei freiem Eintritt den idealen Platz und Rahmen für diese berührende Veranstaltung.

Romantisch wiesen Lichter, Schwedenfeuer und Feuerkörbe den Besuchern den Weg vorbei an Schweinen, Rindern, Pferden und Hirten (Konfirmanden der Kirchengemeinde Lauenbrück), die an Lagerfeuern ihre Schafe hüteten.

Sie führten zu dem Platz, wo man sich zunächst mit dem Quempassingen auf den Gottesdienst einstimmte. Mitglieder der Stadtkantorei Rotenburg unter Leitung von Kreiskantor Karl-Heinz Vossmeier bildeten mit den Besuchern Singgruppen, die abwechselnd Weihnachtslieder anstimmten. Man sang sich warm, bevor der Gottesdienst begann und die Besucher eingemummelt einen Platz auf den bereitgestellten Stühlen fanden.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Weihnachtsgeschichte aus der Sicht des kleinen Esels erzählt, der die hochschwangere Maria allen Gefahren zum Trotz auf seinem schmalen Rücken nach Bethlehem in den Stall trug, wo er die Geburt Jesu miterleben durfte.

Pastor Lars Rüter und Parkinhaber Friedrich-Michael von Schiller liehen dem Erzähler und dem Esel der bezaubernden Geschichte von Gunhild Sehlin ihre Stimmen. Superintendent Hans-Peter Daub hielt einfühlsam die Predigt, in der er betonte, dass die Tiere ebenso wie die Menschen Gottes Geschöpfe sind und Gott sie segnete: „Wir haben den Auftrag, verantwortungsbewusst und mitfühlend mit ihnen umzugehen.“

Die Gottesdienstbesucher sangen Weihnachtslieder, und Wolfgang Röpnack aus der Kirchengemeinde Lauenbrück stellte das aus der Feder seines Bruders Roland stammende Lied „Habakuk, das Eselkind“ vor. Beim letzten Lied „Ich steh an deiner Krippen hier“ zündeten die Kinder und Erwachsenen Wunderkerzen an und beleuchteten romantisch die Kulisse. Die Kollekte ging an „Brot für die Welt“. An der Eingangshalle des Landparks konnten die Besucher bei Glühwein, Punsch und guten Gesprächen den Nachmittag gemütlich ausklingen lassen.

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