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Dafür ist in Waffensen aber ein neues Baugebiet erforderlich

Das Ziel: 1 000 Einwohner

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Rotenburg - WAFFENSEN · Wo kommen wir her? Und wo wollen wir hin? Diese Fragen beantwortete die Ortschaft Waffensen nicht zur beim laufenden Wettbewerb „Der Zukunft auf der Spur“, sondern auch, wenn es um Wohnbebauung und Massentierhaltung geht. Diese beiden Themen standen im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Ortsrates.

Werner Scholz (stehend), Leiter des Planungsamtes der Stadt Rotenburg, stellte dem Ortsrat Waffensen – hier Joost Köhnken (v.l.), Henning Poppe und Hartmut Leefers – die Ergebnisse des Gutachtens vor. ·

© Foto: Holsten-Körner

Werner Scholz (stehend), Leiter des Planungsamtes der Stadt Rotenburg, stellte dem Ortsrat Waffensen – hier Joost Köhnken (v.l.), Henning Poppe und Hartmut Leefers – die Ergebnisse des Gutachtens vor. ·

„Wenn auch in einigen Jahren unser Kindergarten und die Grundschule ausgelastet sein sollen, sollte sich die Einwohnerzahl der 1 000 nähern“, sagte Ortsbürgermeister Hartmut Leefers. Um neue Mitbürger zu gewinnen, ist ein Baugebiet erforderlich. Doch das gestaltete sich gar nicht so einfach, denn das sicher geglaubte Areal „Neue Höfe“ darf nicht umgesetzt werden. Grund dafür ist ein erforderliches Gutachten, das unangenehme Tatsachen ans Tageslicht brachte: Am vorgesehenen Standort liegt die Emissionsbelastung deutlich über den erlaubten Werten für Wohngebiete. „Das konnte man vorher nicht ahnen“, meinte Werner Scholz, Leiter des Planungsamtes der Stadt Rotenburg, der die Zahlen bei der jüngsten Sitzung des Ortsrates vorstellte. Ein finanzieller Schaden ist aus dem Kauf nicht entstanden, denn es wurde dem ehemaligen Eigentümer der am Markt übliche Preis für Ackerland gezahlt. Erst bei der Bebauung hätte es durch die im Kaufvertrag verankerte Nachbesserungsklausel einen „Nachschlag“ gegeben, für den eine Verzinsung von zwei Prozent vereinbart war. Zwar möchte die Stadt das Grundstück gerne in ihrem Besitz behalten, denn so können weitere Stallbauten nicht noch näher an die Dorfgrenze gebaut werden, doch Ortsbürgermeister Hartmut Leefers hat auch Verständnis, wenn der Verkäufer den Vertrag zurück abwickeln möchte. „Dann werde ich mich für ihn einsetzen“, versprach Leefers. Andernfalls gilt die Nachbesserungsklausel bis zum Sankt Nimmerleinstag. Da es derzeit keine direkt Verwendung für das Grundstück gibt, soll es voraussichtlich zur landwirtschaftlichen Nutzung verpachtet werden. Neben dem Kaufpreis sind nur Kosten für das Gutachten angefallen, denn alle anderen Planungen für das Wohngebiet wurden von den Mitarbeitern der Stadt Rotenburg übernommen. Aus dem jetzt vorliegenden Gutachten zieht Leefers Positives: „Jetzt wissen wir, wo wir weiter planen können.“ In Frage kommen nur die große Fläche an der Straße „Zur Ahe“, die hinter der Bahn beginnt sowie rechts und links der Straße im „Schnedebusch“, denn ansonsten sind die Emissionsbelastungen zu hoch. Hartmut Leefers appellierte an die – teilweise anwesenden – Grundstückseigentümer, einem Verkauf an die Stadt Rotenburg zuzustimmen. „Damit wird ein gutes Werk für die Allgemeinheit getan“, sagte er. Der Ortsrat ermächtigte den Bürgermeister, erste Sondierungsgespräche mit den Eigentümern zu führen. Dagegen lehnten die Kommunalpolitiker mehrheitlich die von den „Grünen“ beantragte „planerische Steuerung von Tierhaltungsanlagen“ durch Ausweisung von gesonderten Gebieten ab. Dabei dominierten die Befürchtungen, dass sich auf diesen Vorrangsfläche eine „Tierindustrie“ ansiedeln könnte. „Damit wäre unseren Landwirten nicht geholfen“, so Leefers. Und weiter: „Zur Sicherung der Wohngebiete sollten wir die Flächen dem freien Spiel der Kräfte überlassen.“ · ho

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