Rotenburg - ROTENBURG · „Vor mehr als vier Jahren nahm ein Redaktionskreis aus zwei Historikern und einigen Mitarbeitern der Werke seine Arbeit auf. Ziel war es, ein bebildertes Lesebuch zu schaffen, das vergangene Zeiten und Entwicklungen der Werke unterhaltsam und informativ vermittelt“, so Jutta Wendland-Park (Vorstandsvorsitzende). Nun sei das Lesebuch „Geschichte und Geschichten“ fertig. Gemeinsam mit Burkhard Stahl stellte sie das Werk der Presse vor.

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Herausgeber Jutta Wendland-Park (Vorstand) und Burkhard Stahl stellten das Lesebuch (Auflage 2200 Stück) vor. ·
Dieses Buch erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber es gebe wichtige Aspekte der vergangenen 66 Jahre von 1945 bis ins 21. Jahrhundert wieder. Es handele sich dabei eher um subjektive Darstellungen der Ereignisse von Zeitzeugen, hieß es. Die Abschätzung von unabhängigen Historikern sei dabei ebenso wichtig gewesen, wie die fachliche Einschätzung verantwortlicher Mitarbeiter und Bewohner, erklärte Wendland-Park. Warum wurde dieses Buch geschrieben? Der Grund klingt plausibel: Seit sich die Rotenburger Anstalten 1996 eine neue Unternehmensverfassung gaben und sich in Rotenburger Werke umbenannten, hat sich in der Behindertenhilfe nicht nur in Rotenburg viel geändert. „Dabei sollte man nicht vergessen, dass auch in den vier Jahrzehnten davor stets Veränderungen stattfanden“, so die Werke-Chefin. Die Absicht des „nicht Vergessens“ habe die Initiatoren veranlasst, die Geschichte der Einrichtung von 1945 bis heute zu recherchieren und zu beschreiben.
Diese Buch knüpft an die verheerende Zeit von 1933 bis 1945 an und beschreibt die Schwierigkeiten des Neuanfangs, sowie die vielen kleinen und größeren Veränderungen, die nach und nach zu den heutigen Standards der Behindertenhilfe führten, berichtet aber auch von einem sich wandelnden Bild von Menschen mit Behinderung in unserer Gesellschaft.
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