Rotenburg - Studenten der Fachhochschule für Ökonomie und Management in Duisburg organisieren für Anfang April einen Transport nach Belarus, in die Tschernobyl-Region. Das ist eine Herausforderung für die jungen Leute, die neben ihrem Studium in verschiedenen Betrieben tätig sind. Die Arbeitsgemeinschaft „Hilfe für Tschernobyl Kinder“ im Kirchenkreis Rotenburg steht ihnen unterstützend zur Seite.

© ksy
Die Studenten mit Professor Dr. Matthias Klummpp. Fritz Klöttschen (Konvoileiter aus Scheeßel, hockend v.r.) und Robert Schmitz (Konvoi-Fahrer aus Hannover) sowie die Koordinatorin des Rotenburger Kirchenkreises Barbara Koll aus Schneverdingen).
„Für mich ist das Projekt der Studierenden großartig und eine Bereicherung unserer Arbeit. Ein Transport nach Belarus außer der Reihe, der Pakete für kinderreiche Familien, kranke Menschen, für Schulen, Kindergärten und der Hämatologie in Gomel dabei haben wird“, erklärt Babara Koll vom Kirchenkreis Rotenburg.
„Planen Sie einen internationalen Transport und führen Sie diesen durch!“ So lautet die Aufgabe für 17 Studenten des Masterstudienganges Management Logistik an der Hochschule in Duisburg. Durch diese Aufgabenstellung möchte der Leiter des Seminars, Prof. Dr. Matthias Klumpp, die Fähigkeit der Studenten zur eigenständigen Bearbeitung von Praxisfragestellungen der internationalen Logistik entwickeln und fördern. Den Studenten sei es freigestellt, um welche Art des Transportes es sich handelt – jedoch stünden ihnen als weitere Herausforderung weder Transportkapazitäten noch finanzielle Mittel zur Verfügung, heißt es in einer Mitteilung an die Presse. Das Projekt begann mit der Fragestellung: „Was transportieren wir?“ „Wohin transportieren wir?“ und „Was wollen wir damit erreichen?“ Schnell entschied man sich an der Hochschule für einen Hilfstransport, da sich hierbei die Möglichkeit bietet, erstens Menschen zu helfen, es zweitens gegebenenfalls leichter wird, den Transport zu finanzieren und gleichzeitig die akademische Aufgabenstellung zu bewältigen. „Nur wohin soll die Hilfe gehen?“ Die Studierenden entschieden nach gründlichen Überlegungen ganz bewusst für Hilfe notleidender Kinder in der Region um Tschernobyl. Zum Einen war für sie alle sehr schnell klar, dass sie etwas für Kinder tun möchten, da diese oftmals die am schwersten Betroffenen einer Katastrophe sind. Zum Anderen wollten die Projektteilnehmer ganz bewusst kein aktuelles Vorkommnis wählen, da hier bereits Zuwendungen der breiten Öffentlichkeit, besonders in der Weihnachtszeit, verfügbar sind. „Ausschlaggebend für einen Hilfstransport nach Tschernobyl war, dass wir eine starke Hilfsorganisation gefunden haben die bereits langjährige Erfahrungen mit Hilfslieferungen dorthin hat.“ so Sascha Anderten, der Verantwortliche für Zollfragen des Transportes und Ansprechpartner für die Hilfsorganisation seitens der Studenten.
Der Transport wird voraussichtlich Anfang April von Duisburg (oder Rinteln/Niedersachsen) nach Zhlobin führen. Trotz großzügiger Spenden benötigten die Studenten zur Realisierung des Projektes weitere Sach- oder Geldmittel. Wer dazu beitragen möchte, dass dieses Projekt ein Erfolg wird, wendet sich direkt unter tschernobyl-hilfe@web.de an die Ansprechpartner für das Projekt oder an die Hochschule, um weitere Infos über das Projekt oder Sachspenden zu erhalten. Dort gibt es auch Infos zum Spendenkonto.
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