Rotenburg - „Wettbewerbe im künstlerischen Bereich – macht das überhaupt Sinn?“ Diese Frage stellte der Leiter der Kreismusikschule, Tilman Purrucker, gestern anlässlich des Preisträgerkonzertes im Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“.

Eine Rose für Miriam Beneke von Gerd Lueken (r.). ·
Seine Erfahrung als Veranstalter und langjähriger Juror: „Nach sorgfältiger Vorbereitung auf jeden Fall!“ Nicht nur, dass die jugendlichen Musiker schon früh lernten, sich zu disziplinieren und so auf den Wettbewerb des Lebens vorzubereiten. Eine gute Leistung von 15 Minuten Musik auf den Punkt genau vorzutragen, das sei eine bleibende Erinnerung, auf die man stolz sein könne. Dieses Ziel hatten die rund 30 Wettbewerbsteilnehmer, die in der Kreismusikschule eine Kostprobe ihres Könnens gaben, allesamt mit Bravour erreicht. Allen technisch mehr oder weniger ausgefeilten Darbietungen war eines gemein, nämlich ein profundes Verständnis für klassische Musik.
Beim schwermütigen „Melanconia“ von Giuliani, präsentiert von Maike Hesse an der Gitarre, bei dem man die sprichwörtliche Stecknadel hätte fallen hören können, entfuhr Landrat Hermann Luttman gar ein „Super!“. In seiner Ansprache hob er die Motivation hervor, die ein solcher Wettbewerb für das regelmäßige Üben bedeute, ohne das es weder im Sport noch in der Musik gehe.
Einer der absoluten Höhepunkte des Nachmittages war der Vortrag von Klarinettist Jérémy Chacon. Zurecht hatte der Preisträger, wie auch Charlotte Schüßler, Miriam Beneke und Aaron Bettels, neben einem ersten Preis auch eine Empfehlung für die Weiterleitung zum Landeswettbewerb in der Tasche. Ein eindrucksvolles Beispiel für die gute Vorbereitungsarbeit, die die Lehrer der Kreismusikschule leisten. Purruckers Dank galt ihnen ebenso wie den Eltern, „die die Stücke so lange ertragen mussten“. · uhe
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