Rotenburg - Von Guido MenkerKREIS ROTENBURG · Wird der Landkreis Rotenburg zu einer ausgewiesenen Flachland-Wanderregion? Auf diese Frage gibt es ein klares „Ja“, wenn es nach den Vorstellungen von Udo Fischer, Geschäftsführer des Touristikverbandes Rotenburg (TouROW), geht. Fischer hofft, noch in diesem Jahr mit einer Machbarkeitsstudie in dieses Großprojekt einsteigen zu können. Das sagte er gestern in einem Gespräch mit der Rotenburger Kreiszeitung.

Urlaub im Landkreis Rotenburg – dafür steht TouROW-Geschäftsführer Udo Fischer.
Dass auch der Landkreis Rotenburg für den Tourismus in den vergangenen Jahren immer interessanter geworden ist, zeigen nicht nur die Übernachtungszahlen, sondern auch die Nachfragen, die den TouROW immer wieder erreichen. „Zuletzt gab es vermehrte Anfragen eben auch nach Wanderangeboten“, so Udo Fischer. Und sollte sich im Landkreis tatsächlich eine qualitativ gute Wanderregion entwickeln lassen, sieht er ein großes Potenzial für zusätzliche Gäste. Die ersten Überlegungen für eine Wanderregion basieren auf einer Diplom-Arbeit, die der TouROW unterstützt hatte. In einem ersten Schritt sei eine Machbarkeitsstudie erforderlich, für die der TouROW einen EU-Förderantrag stellen wird – „die Ko-Finanzierung durch den Landkreis und die Kommunen ist bereits gesichert“, sagte Fischer. In der Studie müssen Grundlagen abgefragt werden. Diesen Job wird ein Planungsbüro übernehmen, aber Fischer möchte in den gesamten Prozess auch die Bevölkerung aktiv mit einbeziehen. „Uns geht es aber nicht nur darum, die Wege mit den entsprechenden Schildern auszustatten“, erklärte Fischer. Dahinter müsse ein fundiertes Angebot stecken, das Spaß bereitet und Erlebnis-Faktoren beinhaltet. Naturführer, Gepäcktransfer und Wandererherbergen sind nur drei Stichworte. „Wichtig ist, dass wir einen gewissen Qualitätsstandard bieten“, so Fischer. Er spricht von Premium-Wanderwegen und einer sinnvollen Vernetzung – und das am besten in Bereichen, die das Wandern zu einem Erlebnis werden lassen. Zurzeit, so Fischer weiter, erarbeiten fünf Studenten aus Hannover in Visselhövede an Hand eines Wanderweges eine Vorstudie, deren Ergebnisse mit in die Machbarkeitsstudie einfließen sollen. Der TouROW-Geschäftsführer: „Ich gehe davon aus, dass uns dieses Projekt drei Jahre beschäftigen wird.“
Parallel dazu gibt es für den TouROW aber noch viel mehr zu tun. Die Internet-Präsenz wird Fischer in diesem Jahr überarbeiten, und außerdem ist vorgesehen, die Info-Tafeln entlang der Wasserwanderwege Oste und Wümme aufzufrischen.
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