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Großeinsatz: Brennende Gummistiefel bringen 50 Menschen ins Krankenhaus / Polizei ermittelt Brandursache

Großeinsatz: Brennende Gummistiefel bringen 50 Personen ins Krankenhaus

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Heeslingen. Eine Kiste mit brennenden Gummistiefeln hat am Donnerstagabend 50 Menschen mit dem Verdacht auf Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus gebracht.

© Zevener Zeitung / Hennings

Brennende Gummistiefel haben 50 Menschen ins Krankenhaus gebracht.

Wie die Polizei am frühen Freitagmorgen mitteilte, brach in einem Landmaschinenhandel in Heeslingen (Kreis Rotenburg) zunächst ein Feuer in einer Kiste mit Gummistiefeln aus. "Es war ein kleines Feuer mit ziemlich starker Wirkung", sagte Polizeipressesprecher Detlev Kaldinski auf Nachfrage der Kreiszeitung.

Die Brandmeldeanlage in dem Hochregallager des landwirtschaftlichen Versandhandels in Heeslingen hatte wenige Minuten nach 19 Uhr den Brand in der Lagerhalle gemeldet. Fast zeitgleich hatte ein Mitarbeiter des Betriebes den beginnenden Brand in stapelbaren Behältern mit Arbeitskleidung entdeckt, konnte ihn aber mit eigenen Mitteln nicht mehr löschen. Außerdem setzte im gleichen Moment die automatische Sprinkleranlage der fast neuen Lagerhalle auf einer Grundfläche von rund 200 Quadratmetern ein. Gemeinsam mit eintreffenden Feuerwehrkräften konnte das Feuer so im unmittelbaren Brandentstehungsbereich eingegrenzt und gelöscht werden. Die rund 180 Mitarbeiter des Betriebes wurden aus dem Gefahrenbereich evakuiert. Allerdings verursachte die brennende Arbeitskleidung, darunter Gummistiefel, eine enorme Rauchentwicklung, so dass mindestens 50 Mitarbeiter gesundheitsschädigende Rauchgase einatmeten und gesundheitliche Beeinträchtigungen beklagten. Weitere Personen hätten ein Kratzen im Hals gehabt, erklärte Polizeipressesprecher Detlev Kaldinski.

© dpaGummistiefel haben gebrannt.

Die Rettungsleitstelle in Zeven veranlasste sofort einen Großeinsatz der Rettungskräfte, an dem neben der leitenden Notarztgruppe mit drei Notärzten die Schnellen Eingreifgruppen des Rettungsdienstes aus Rotenburg, Zeven, Bremervörde und Verden teilnahmen. Auf diese Weise konnten 18 Rettungswagen, 17 Krankentransportwagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge alarmiert werden. Außerdem waren zwölf Mannschafts- und Gerätewagen sowie rund 20 Feuerwehr-Einsatzkräfte vor Ort. Auch ein Notfallseelsorger stand für alle Fälle zur Verfügung. Die 50 betroffenen Mitarbeiter wurden in Krankenhäuser nach Rotenburg, Zeven, Bremen-Ost, Bremen-Links der Weser, Stade, Buxtehude, Verden, Achim und Bremervörde gebracht. Sieben Verletzte wurden stationär in Krankenhäusern aufgenommen. Die Polizei geht derzeit von einem Schaden von mehr als 100 000 Euro aus. Inzwischen haben Brandspezialisten der Kripo Zeven und des Landeskriminalamts Hannover die Ermittlungen aufgenommen. Die Ermittler gehen von dem Verdacht einer fahrlässigen oder vorsätzlichen Brandlegung aus, andere Ursachen werden derzeit ausgeschlossen. In die weitere Ursachenermittlung ist das LKA eingebunden. "Die Ermittlungen werden noch andauern", erklärte ein Polizeisprecher in Rotenburg.

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