Rotenburg - ROTENBURG · Im vergangenen Jahr berichtete der Landkreis Rotenburg von den Erfolgen im Fischotterschutz durch Förderprogramme und Flächenankäufe. Nachweise des vom Aussterben bedrohten Fischotters gab es bis zu diesem Zeitpunkt nur indirekt durch Kotspuren und Pfotenabdrücke. Dass es hierzulande Fischotter tatsächlich gibt, wurde am 3. Dezember traurige Gewissheit, teilte Landrat Hermann Luttmann gestern mit.

Vor dem Kreishaus tummeln sich die bronzenen Otter.
Gegen 7.30 Uhr wurde ein Fischotter von einem Fahrzeug auf der Abbiegespur der B 71/B 75 Richtung Gewerbegebiet „Jeersdorfer Weg“ überfahren. Das Tier hatte sich offensichtlich kurzfristig in einem Regenrückhaltebecken aufgehalten, das in dem Dreieck zwischen der K 219 nach Westerholz, einer Abbiegespur und der Bundesstraße angelegt wurde. Von dort aus war der Otter offenbar wieder zurück in die Wümmeniederung unterwegs und musste zu diesem Zweck die Fahrbahn überqueren.
Wahrscheinlich handelt es sich um ein junges Männchen, die bei Verkehrsunfällen erfahrungsgemäß überrepräsentiert sind, weil sie weite Wanderungen unternehmen und auf der Suche nach neuem Lebensraum versuchsweise auch ungewöhnliche Punkte aufsuchen, heißt es.
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