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Christian Frühwald peilt 900 Betten an

Das Diako soll weiter wachsen

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Rotenburg - „Die Arbeitsplätze und die Existenz als evangelisches Krankenhaus sind sicher“, fasst Dr. Christian Frühwald zusammen. Der Geschäftsführer Personal und Sprecher des Vorstands des Rotenburger Diakoniekrankenhauses erläuterte gestern Morgen im Gespräch mit der RK/VN-Redaktion Planungen und Perspektiven. Er ging aber auch auf Gerüchte ein, die in der Stadt kursieren und nach denen das Diako wirtschaftlich angeschlagen sei.

Dr. Christian Frühwald

© ksy

Dr. Christian Frühwald

Frühwald räumte ein, dass das Diako in den vergangenen beiden Jahren im operativen Geschäft Defizite verkraften musste. Der umfängliche Neubau hätte den mit rund 2 500 Mitarbeitern größten Arbeitgeber im Landkreis gefordert. In diesem Jahr und auch im nächsten stehe darum „Konsolidierung“ im Pflichtenheft, verbunden mit einer strategischen Neuausrichtung, um das medizinische Angebot, aber auch Art, Form und Umfang der Betreuung den sich verändernden Patientenerwartungen anzupassen. Im Jahre 2014 wolle das Diako dann wieder kräftig investieren – und weiter wachsen. „Von derzeit 850 Betten auf mindestens 900“, gab Frühwald als Marschroute aus.

Kräftig schrauben möchte der vor drei Monaten als Geschäftsführer Personal und Sprecher des Vorstands beim Diako eingetretene Pfarrer und Doktor der Theologie am Marketing. Er habe den Eindruck gewonnen, dass das Diakoniekrankenhaus bislang nicht die Bekanntheit erlangt habe, die es verdiene. Zwar kämen die Patienten aus dem gesamten norddeutschen Raum, doch die hier angebotenen medizinischen Leistungen, die über die Grund- und Regelversorgung weit hinausgehen, würden aus seiner Sicht viel zu wenig herausgestellt. Die ausgeprägte „Interdisziplinarität“ sei beispielsweise ein Pfund, mit dem sich prima wuchern ließe. Es gebe so viele Kliniken nicht, in denen alles –  bis auf die Herzchirurgie – unter einem Dach angeboten werde. Für ihn, so Frühwald, sei das Diakoniekrankenhaus darum auch kein „Massenbetrieb“, sondern eine Einrichtung, in der viele leistungsfähige Einheiten mit hervorragenden Ärzten und aktueller Medizintechnik zusammenarbeiteten. Wichtig sei, dass das Gesamtangebot mit dem medizinischen Leistungen Schritt halte, dass die Verantwortlichen das Angebot immer aus Sicht des Patienten prüften. Als besondere Stärke hat er dabei die Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Diakoniekrankenhaus ausgemacht.

Zu den bereits bestehenden Brust- und Darmzentren geselle sich ein gynäkologisch-onkologisches Zentrum, kündigte Frühwald an. Die Krebstherapie solle damit zu einem besonderen Schwerpunkt ausgebaut werden. Einen „Sprung nach vorn“ verspricht sich Frühwald auch von der neuen Notaufnahme mitsamt erweitertem Akutbereich. Die „schlimme Zeit der Vakanzen“ im Ärztebereich gehörten der Vergangenheit an. Initiativbewerbungen belegten, dass der Standort Rotenburg durchaus attraktiv sei. Er brenne darauf, so Christian Frühwald, das Diakoniekrankenhaus mitsamt Mutterhaus weiterzuentwickeln. Die Chancen dafür stünden gut. · sf

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