Berlin - Von Angela Kirchfeld420 000 Besucher, 1 528 Aussteller aus rund 60 Ländern mit 2 622 Produkten – am Sonntag ist mit der Internationalen Grünen Woche in Berlin die größte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau zu Ende gegangen. Mittendrin: Die Ortschaft Drögenbostel. Im Gepäck hatten die Vertreter der Hohen Heide jedoch keine Lebensmittel, sondern jede Menge Kultur.

© Foto: Kirchfeld
v.l. v. Ministerium Ralf Gebken, v. Stiftung Kulturlandschaft Dr. Stephan Lütgert, Moderatorin Petra Schwarz, Marie Hummers, Jürgen Meyer und Vera Meyer-Dymny.
Am Gemeinschaftsstand in der Halle 20 war das Kunstprojekt „Die blaue Insel“, das im vergangen Jahr in Drögenbostel an der Landstraße 171 eingeweiht wurde, auf einer drei mal drei Meter großen Fotowand zu bewundern.
Am Donnerstag, berichtete der ehemalige Ortsvorsteher und Initiator des Projektes, Jürgen Meyer, in einem Interview auf der LandSchau-Bühne, wie es dazu kam. Mit dabei war neben der Moderatorin Petra Schwarz auch Ralf Gebken, vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Stephan Lütgert von der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft sowie Marie Hummers und Vera Meyer-Dymny als Vertreter der Ortschaft.
Jedenfalls beeindruckte die Bewerbung mit der persönlichen Darstellung und Aussage der Dorfbewohnern zum Thema „Kunst ist ...“. „Die Bewerbung war äußerst vielversprechend, die Akteure haben sich hier besonders stark eingebracht“, bestätigte Lütgert.
Mit Stefan Dornbusch war ein geeigneter Künstler gefunden worden, der sich vor Beginn des Projektes mit den Ortsbewohnern bei einigen „Säften“ beschäftigte, sie befragte, nach Hintergründen forschte und dann gemeinsam die „Insel“ schuf. Entstanden ist auf 30 Quadratmeter Fläche eine „gute Stube“ mit einem Tisch, Sitzgelegenheiten, einem Verteilerkasten als Schränkchen, die Straßenlaterne als Zimmerlampe, eine Pflanze und einem Bild über dem „Sofa“, das die Landschaft im Hintergrund zeigt. Der Hochsitz gewährt den Blick in die Ferne und lässt den Betrachter über die Kreisgrenze, quasi über den Tellerrand, blicken .
„Die Insel ist Treffpunkt für Jung und Alt, Rastplatz für Reisende und ein echter Hingucker am Ortseingang, der nun den Durchgangsverkehr zügelt, der früher hier nur durchbrauste“, versichern die Drögenbosteler.
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