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In zehn Jahren Raum für 264 Menschen schaffen

Neubau der Himmelsthür gestern gerichtet / Wohnraum für 24 Menschen

In zehn Jahren Raum für 264 Menschen schaffen

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Wildeshausen - Von Joachim DeckerSelbst die frostigen Temperaturen konnten Andreas Lichtner und Ilja Ratz von der Firma Holzbau Dwenger aus Essen (Oldenburg) gestern nicht davon abhalten, die Richtkrone auf dem Neubau der Diakonie Himmelsthür an der Harpstedter Straße in Wildeshausen zu befestigen. Auch wenn der Dachstuhl aufgrund des Kälteeinbruchs noch nicht fertiggestellt werden konnte.

Jörg Arendt-Uhde und Rita Gogolin hievten den Richtkranz im Beisein des Heimbeirates nach oben. ·

© Foto: Dejo

Jörg Arendt-Uhde und Rita Gogolin hievten den Richtkranz im Beisein des Heimbeirates nach oben. ·

„Unser Thema ist derzeit nicht nur dieses Haus, sondern es gibt noch einige andere Projekte mehr“, betonte Jörg Arendt-Uhde, Regionalgeschäftsführer der Himmelsthür. Zum Richtfest konnte er neben Bürgermeister Kian Shahidi und dem Landtagsabgeordneten Axel Brammer (SPD) Vertreter der Kirchen und der Ratsfraktionen sowie des Heimbeirates begrüßen.

Die Einrichtung arbeite bekanntlich schon seit längerer Zeit daran, die Unterbringung der Himmelsthür-Bewohner dezentral zu organisieren: „Derzeit betreuen wir am alten Standort rund 400 Menschen in zum Teil recht alten Gebäuden, die nicht mehr der Zeit entsprechen.“

Arendt-Uhde machte deutlich, dass innerhalb von zehn Jahren die Dezentralisierung abgeschlossen sei: „Dann werden wir für 264 Menschen neuen Wohnraum geschaffen haben. Dieses hier ist das zweite Projekt in Wildeshausen, das erste befindet sich an der Kleinen Straße.“ Die Bürger hätten erkannt, dass das Konversionsprojekt gelingen kann: „Unsere Bewohner werden von der Nachbarschaft schon gut angenommen.

Der Neubau an der Harpstedter Straße, die Leitung für das Projekt hat Rita Gogolin übernommen, wird insgesamt 24 Menschen Wohn- und Lebensmöglichkeiten bieten. Die vier Wohngemeinschaften mit je sechs Bewohnern verfügen jeweils über eine eigene Küche, einen Ess- und Wohnraum sowie drei Bäder. Das Wohnangebot richtet sich an erwachsene Menschen mit leichtem bis mittlerem Assistenzbedarf, die tagsüber einer Beschäftigung nachgehen. „Wir sind stolz auf den guten Baufortschritt. Auch wenn das Wetter jetzt umgeschlagen ist, sind wir noch voll in der Zeit“, erklärte Arendt-Uhde. Er gehe davon aus, dass das Haus im August oder September bezugsfertig ist.

Finanziell unterstützt wird das Bauvorhaben aus Mitteln der Ausgleichsabgabe des Landes Niedersachsen. Für das 1,28 Millionen Euro teure Bauvorhaben erhält die Diakonie einen Zuschuss von 22,2 Prozent der Bausumme. Den Rest der Baukosten trägt die Diakonie, 44,4 Prozent stellt das Land Niedersachsen als zinsgünstiges Darlehen zur Verfügung. Für ein Drittel der Summe kommt die Diakonie Himmelsthür sofort selbst auf. Menschen, die sich für dieses Wohnangebot interessieren, können sich unter Telefon 04431/83678 oder per E-Mail an henning.baden@ dw-hi.de melden.

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