Wildeshausen - Von Joachim DeckerSogar ein echtes jungsteinzeitliches Steinbeil ist jetzt im „Vereinsfenster“ der Buchhandlung „bökers am Markt“ in der Kreisstadt zu sehen. Hier präsentiert der Förderverein „Urgeschichtliches Zentrum Wildeshausen“ (UZW) vier Wochen lang einige interessante Dinge, die den Betrachter um viele Jahrhunderte in der Zeit zurückversetzen.

© Foto: Dejo
Svea Mahlstedt (l.) und Claudia Olberding präsentieren die Inhalte der beiden Koffer. ·
Gestern war die Vorsitzende des Fördervereins, Svea Mahlstedt, damit beschäftigt, das Fenster zu bestücken. Mit dabei war die Leiterin des Verkehrsbüros, Claudia Olberding. Dem Schaulustigen fiel eine Alu-Kiste auf. „Dabei handelt es sich um einen ,Steinzeitkoffer‘, dessen Inhalt wir hier zeigen“, betont Svea Mahlstedt, die das originale Steinbeil in den Händen hält: „Dieses Stück stammt aus der Jungsteinzeit, es wurde allerdings nicht hier, sondern in Schleswig-Holstein gefunden.“ Ein befreundeter Sammler habe es ihr geschenkt: „Diese Beile waren aber in Großsteingräbern an der Tagesordnung, also auch hier bei uns.“ Ein Trichterbecher und eine Kragenflasche (etwa 3 500 vor Christi) finden sich ebenfalls im Koffer wieder. „Hierbei handelt es sich jedoch um Replikate. Die Originale, die bei den Kleinenkneter Steinen gefunden wurden, befinden sich im Museum für Natur und Mensch in Oldenburg“, erklärt Svea Mahlstedt.
Neben dem „Steinzeitkoffer“ gibt es noch den „Bronzezeit-Koffer“, der sich auf das Gräberfeld bezieht. Hierin enthalten sind unter anderem Kleidung für Mann und Frau sowie ein Armreif und eine Fibel (metallene Gewandnadel). Diese Dinge stammen aus der Zeit zwischen 2 200 und 800 vor Christi). „Allerdings handelt es sich auch dabei um Nachbildungen, die der Archäologe und Bronzegießer Dr. Bastian Asmus aus Freiburg gefertigt hat“, betont Svea Mahlstedt.
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