Wildeshausen (dr) · Es ist sicher, dass am kommenden Sonnabend ab 9.30 Uhr viele Wildeshauser gegen eine anschließend geplante Kundgebung der rechtsextremen Deutschen Volksunion demonstrieren werden. Doch ob der Demonstrationsauftakt auf dem Marktplatz und ein anschließender Gang durch die Innenstadt genehmigt werden, ist noch unklar. Die Genehmigungsbehörde möchte die Prostestkundgebung lieber auf dem Gildeplatz ansiedeln und schlägt für den Marsch Straßen außerhalb der Innenstadt vor.

Aufruf zur Gegendemonstration.
Dagegen haben die Initiatoren des Aktionsbündnisses „Bunt statt Braun – Wildeshausen gegen Rechtsextremismus“ einen Antrag auf einstweilige Verfügung gestellt. „Wir möchten in der Stadt gesehen werden“, sagen sie, denn der Protest gegen rechtsextreme Parteien müsse unbedingt öffentlich gemacht werden.
Auch Bürgermeister Kian Shahidi solidarisiert sich mit dem Aktionsbündnis. „Ich unterstütze diese Gegendemonstration und fordere alle Bürger auf, an einem bunten und friedlichen Protest mitzuwirken.“
In den vergangenen Tagen wurden die Ergebnisse der Mitgliederbefragung bei DVU und NPD zu einer möglichen Fusion der beiden Parteien veröffentlicht. Die Zustimmung war offenbar groß, so dass Sympathisanten aus der NPD bei der DVU-Kundgebung in Wildeshausen auftauchen könnten. Angemeldet sind lediglich 30 Teilnehmer.
Der Staatsschutz wird sicherlich ein aufmerksames Auge auf die Aktivitäten werfen, denn auch in der antifaschistischen Szene im Umland wird dafür geworben, nach Wildeshausen zu kommen. Deshalb legen die Initiatoren viel Wert auf die Feststellung, dass aus der Wittekindstadt ein Signal des friedlichen Protestes ausgeht.
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