Hitze macht auch Tieren zu schaffen

„Kühles“ Wochenende war eine Ausnahme

Hitze macht auch Tieren zu schaffen

019.07.10|WildeshausenFacebook
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Wildeshausen - WILDESHAUSEN (cs) · Am Wochenende konnten sich die Wildeshauser vom Schwitzen erholen: Lediglich auf „kühle“ 23 Grad kletterte das Thermomter laut der Wildeshauser Wetterstation gestern Mittag. Aber die heißen Tage kommen sicherlich wieder: In dieser Woche sollen wieder Temperaturen von über 30 Grad Celsius erreicht werden. Wie schützt man davor seine Vierbeiner?

Angenehm war das Wettergestern für Maja: Aufgeregt erkundete sie mit Irene Sandermann Wildeshausen.

Angenehm war das Wettergestern für Maja: Aufgeregt erkundete sie mit Irene Sandermann Wildeshausen.

„Wir nehmen immer Wasser mit, wenn wir unterwegs sind“, erzählt Irene Sandermann aus Oldenburg, die mit ihrer „Maja“ durch die Wildeshauser Innenstadt schlendert. Wenn sie ein Eis esse, dann bekomme der Vierbeiner außerdem etwas ab. Natürlich läuft bei Fahrten mit dem Auto die Klimaanlage – damit der Hund nicht zu doll hecheln und Frauchen nicht schwitzen muss.

Ähnliche Ratschläge hat Sigrid Schepe aus Aschenstedt parat. Sie ist mit „Fussel“ und „Krümel“ auf der Burgwiese unterwegs. Wird es heiß, kommen die beiden Hunde schon mal in die Dusche oder Wanne. „So kühlen wir den Bauch ab.“ Viel halte sie sich mit ihren beiden Vierbeinern im Schatten auf. Auch das Fell von „Fussel“ und Krümel“ wird im Sommer etwas kürzer geschnitten als sonst.

Eine gute Methode, sagt Christina Poppe von der Tierschutzgruppe Wildeshausen (TSGW). „Langhaarige Hunde kann man scheren – aber nicht zu kurz, sonst besteht die Gefahr, dass sie sich verbrennen“, weiß sie. Ein Planschbecken könne man außerdem aufstellen. „Oder man kann mit den Hunden schwimmen gehen“, so Poppe. „Rausgehen sollte man mit ihnen früh morgens oder spät abends, wenn es sich abgekühlt hat.“

Ähnliche Regeln gelten für Katzen: „Sie sollten möglichst morgens und abends nach draußen dürfen, bitte nicht in der größten Mittagshitze“, so Claudia Heick von der TSGW. „Es müssen unbedingt Schattenplätze da sein, da die Tiere in praller Sonne einen Hitzschlag bekommen können. Herz und Kreislauf besonders älterer Tiere können durch homöopathische Mittel unterstützt werden – die gibt es in der Apotheke.“ Wichtig sei auch, so Heick, das Feuchtfutter nie länger stehen zu lassen, da es bei der Hitze bereits nach einer halben Stunde verderbe. Katzenhalter, die ihre Tiere längere Zeit alleine im Haus lassen, sollten die Räume etwas verdunkeln und Zugluft vermeiden. Wichtig sei auch, dass keine ungesicherten Fenster gekippt würden: Wenn die Katzen darüber versuchen, ins Freie oder ins Haus zu kommen, „klemmen sie sich im Fenster ein und können bei dem Versuch, sich zu befreuen, schwerste Verletzungen erleiden.“ Im schlimmsten Fall führe das zum Tod der Tiere. Fenstersicherungen gibt es im Zoofachhandel, so Heick.

Sicherungen brauchen Yesim (10) und Can (11) nicht – die beiden verbringen ihre Ferien am liebsten im Freien und kühlen Hände und Füße im Burggraben. „Oder wir setzen uns in den Schatten und essen Eis“, sagt Yesim. „Aber das Beste ist, wenn man schläft, einfach mal die Bettdecke wegzuwerfen“, meint Can. Menschen haben es eben doch besser als Hunde: Sie können „Wärmeballast“ einfach abwerfen.

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