029.07.10|Landkreis Oldenburg
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Ahlhorn - (ck) · Seine Dienstmützen-

Georg Hettwer wechselt morgen vom Chefzimmer der Autobahnpolizei Ahlhorn in den Ruhestand. Seinen historischen Helm (rechts), den „Tschako“ aus Zeiten der Bereitschaftspolizei, nimmt er mit nach Hause.
Seit 1998 leitet Hettwer das Kommissariat – länger als jemals jemand vorher auf diesem Abschnitt, dessen Revier die A1, A 28 und A 29 in den Landkreisen Vechta, Cloppenburg, Oldenburg und Diepholz umfasst. „Der Alltag auf der Autobahn hat sich total verändert“, bilanziert der Erste Polizeihauptkommissar. „Als ich hier anfing, ging es ums Sichern und Überwachen des Verkehrs. Aber auf unseren Strecken finden wir die komplette Bandbreite der Kriminalität – von Umweltdelikten über Betäubungsmittel-
Vor 19 Jahren stieß der Wardenburger zunächst als stellvertretender Leiter zur Ahlhorner Truppe – nach neunmonatigem Intermezzo als Leiter der Einsatzstaffel in Oldenburg. Zuvor hatte sich der gebürtige Lastruper ein Jahr als stellvertretender Chef der „motorisierten Verkehrspolizei“ Delmenhorst seine Sporen verdient. Keine Zwischenstation möchte der 61-
Allerdings bekam Hettwer auch positive Post – etwa von einem Vater, der für die erfolgreiche Fahndung nach Töchterchens verlorenem Teddy dankte. 2006 lobte die Lufthansa die Beamten, weil sie einen Piloten aus dem Stau zum Airport Bremen eskortierten. Er musste während der Fußball-
Bevorzugte Behandlung genießt aber niemand – das gilt ebenso für Fußballstars. „Den Bus der deutschen Nationalmannschaft hatte eine Streifenwagenbesatzung mal beim gefährlichen Überholen erwischt“, berichtet der Erste Hauptkommissar. „Da half auch der von Torwart-
Denn bei Delikten wie gefährlichem Fahrverhalten oder Temposünden als Unfallursache Nummer eins versteht Hettwer keinen Spaß. 1 500 Crashs pro Jahr mit teils hohen Schäden haben ihn und sein Team dies gelehrt: „Wir kontrollierten schon mit selbst gebastelten Anlagen aus alten Videokameras und geeichten Stoppuhren. Erst später kamen Kamerawagen, mobile Überwachungssysteme und neueste Technik.“ Damals wie heute ärgern den Familienvater Unterstellungen, die Polizei wolle Geld scheffeln. „Die Ursache liegt vielmehr im Erleben schlimmer Unfälle.“
Trotzdem verunglimpfte die Boulevard-
Vielleicht lernt der frisch gebackene Pensionär den Bußgeldkatalog ja nun aber doch von einer anderen Seite kennen. Denn in der neu gewonnenen Freizeit will er „die Belastung meines Wohnmobils austesten“. Und seine sechs Enkelkinder dürften Georg Hettwer ebenso auf Trab halten wie die Leidenschaft fürs Radfahren durch halb Europa.
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