Landkreis - Von Jan SchmidtSein unermüdliches Engagement und die ihm angeborene Hartnäckigkeit gelten als beispielhaft. Eilert Tantzen legte Meilensteine für die Politik im Landkreis Oldenburg und darüber hinaus. Mit 82 Jahren ist er nach wie vor eine schillernde Persönlichkeit und Vorbild für etliche Parteigenossen der FDP. Vor 40 Jahren gründete er den FDP-Ortsverband Hatten, der heute mit rund 100 Mitgliedern zu einem der größten Ortsvereine in Deutschland zählt. 40 Jahre FDP in Hatten – das sollte am Mittwochabend gebührend gefeiert werden. Natürlich stand Eilert Tantzen dabei im Mittelpunkt.

© Foto: Schmidt
Eilert Tantzen (vorne) gilt als liberales Urgestein. Seine Parteifreunde zollten ihm am Mittwoch Respekt – allen voran Christian Dürr (Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion), Walter Hirche (Ehrenvorsitzender des FDP-Landesverbandes), Christiane Ratjen-Damerau (Bundestagsabgeordnete), Niels-Christian Heins (Ortsverbandsvorsitzender), Angelika Brunkhorst (Bundestagsabgeordnete) und Stefan Birkner (Niedersächsischer Umweltminister, v.l.). ·
Im Kirchhatter Schützenhof fanden sich etliche namhafte Gäste ein: Landrat Frank Eger, Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner (FDP) und auch der Ehrenvorsitzende des FDP-Landesverbandes, Walter Hirche.
Niels-Christian Heins eröffnete als Ortsverbandsvorsitzender den Jubelreigen auf Eilert Tantzen: „Zwei Dinge haben den Ortsverein immer geprägt: die Mitgliederstärke und ein Herz für Natur- und Umweltschutz. Beides hast Du, lieber Eilert, stark geprägt.“
Es würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen, über alle Verdienste des 82-Jährigen zu berichten. Für sein jahrzehntelanges naturschützerisches und politisches Engagement erhielt er 1987 das Bundesverdienstkreuz und 1993 das niedersächsische Landesverdienstkreuz erster Klasse.
„Eilert Tantzen war jemand, der nicht nur viel gemeckert hat, sondern der auch anpacken konnte“, betonte Umweltminister Birkner. Davon wusste auch Walter Hirche zu berichten: „Mit seiner Meinung hat er nie hinter dem Berg gehalten. Aber genau das ist es, was dringend gebraucht wird. Keine fernen Strategen, sondern echte Persönlichkeiten mit Respekt für die Menschen vor Ort.“ Und dann adelte er seinen Parteifreund mit folgenden Worten: „Dank Eilert in Hatten, gab es im Landkreis niemals einen Schatten“. Im Saal gab es lauten Beifall.
Obwohl er über lange Zeit als Kandidat für einen Ministerposten gehandelt wurde, beschränkte sich Tantzen in seinem Wirken auf die Politik vor Ort. Seine Kontakte aber reichten weit über die Landesgrenzen hinaus. Zu seinem 60. Geburtstag gab sich kein geringerer die Ehre als der damalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher. In Begleitung seiner Frau Barbara ließ sich Genscher zum Wohnort von Eilert Tantzen nach Sage (Gemeinde Großenkneten) kutschieren. Die Leute in der kleinen Ortschaft, aber auch die Pressevertreter staunten nicht schlecht, als tatsächlich der Außenminister aus einem edlen Mercedes stieg.
Eilert Tantzen nutzte seinen bundespolitischen Einfluss für kommunalpolitische Belange. Birkner sprach am Mittwoch von „einer starken liberalen Stimme mit viel Augenmaß“. Auch heute sei die FDP noch auf solche Persönlichkeiten angewiesen, um einen Weg aus der Krise zu finden.
„Das, was auf uns zukommt, werden wir meistern – zum Wohle der FDP“, bekräftigte Tantzen, der kurzzeitig das Mikrofon ergriffen hatte. Es folgte wieder lauter Applaus.
Zu festlicher Musik und mit dem einen oder anderen Getränk ließen die Gäste den Abend ausklingen.
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