Museum zeigt junge „Antiquitäten“

Ehrenamtliche präsentieren alte Computer und Telespiele / Ursprünglich als zweimonatige Sonderausstellung geplant

Museum zeigt junge „Antiquitäten“

009.01.10|Landkreis OldenburgFacebook
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Oldenburg - OLDENBURG (eb/cs) · Ursprünglich war das Oldenburger Computer-Museum (OCM) nur als zweimonatige Sonderausstellung zu Heimcomputern und Telespielen geplant. Im vergangenen November konnte es dann sein einjähriges Bestehen und eine Vereinsgründung feiern – und jetzt den Fortbestand auch in 2010.

Unter den Mottos „Daddeln im Speckmantel“ und „Programmierbar“ hat das OCM zweimal pro Woche geöffnet.

Unter den Mottos „Daddeln im Speckmantel“ und „Programmierbar“ hat das OCM zweimal pro Woche geöffnet.

Dieses Museum ist anders als manche Artgenossen: Die ausgestellten Exponate sind zwar noch nicht alt, gemessen an heutigen Verhältnissen aber schon echte Antiquitäten. Besonders ist auch, dass 20 funktionstüchtige Computer „benutzt, erforscht und erlebt werden sollen“, wie Pressesprecherin Claudia Ellebrecht betont. An der Neuen Straße 2 in Oldenburg können die Besucher dienstags unter dem Namen „Daddeln im Speckmantel“ und donnerstags unter dem Motto „Programmierbar“ jeweils von 17 bis 21 Uhr genau das tun.

Die Ausstellungsstücke stammen aus der Sammlung von Thiemo Eddiks. Der Grafiker sammelt seit etwa zehn Jahren in seiner Freizeit Heimcomputer und Spielekonsolen der 1970-er und 80-er Jahre. 700 Geräte sind mittlerweile zusammen gekommen. Für die Ausstellung, die im November 2008 eröffnet wurde, wählte Eddiks unter anderem 50 Ikonen aus den Jahren 1977 bis 1987 aus – darunter Commodore, Apple ][, Sinclair ZX81, Atari 800 XL und Amiga 500. Auch wichtige Spielekonsolen, Computerexoten und Fachliteratur können die Besucher in der chronologisch aufgebauten Ausstellung entdecken.

„Hier kann man die Geschichte der Heimcomputer erleben“, verspricht Ellebrecht. Denn wer sich vielleicht gerade vom heimischen Schreibtisch erhoben hat, dem wird beim Bedienen eines 20 Jahre alten PC‘s deutlich, wie schnell sich Grafik, Ton, Geschwindigkeit oder Massenspeicher entwickelt haben.

Das OCM lebt vom Engagement computerbegeisterter Menschen: Vier Frauen und sieben Männer betreiben das Museum ehrenamtlich und konnten seit der Eröffnung laut Ellebrecht mehr als 1 000 Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet begrüßen. Aus der Arbeit der elf Ehrenamtlichen sind mittlerweile auch Kooperationen, beispielsweise mit der Universität Oldenburg, entstanden.

Der am 10. November vergangenen Jahres gegründete und als gemeinnützig anerkannte Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Ausstellung historischer Computer dauerhaft zu erhalten und weiter auszubauen. So soll aus der ursprünglich geplanten zweimonatigen Ausstellung ein fester Bestandteil in Oldenburgs Kulturlandschaft werden.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter http://www.computermuseum-oldenburg.de.

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