Landkreis - Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 90 Stundenkilometern haben am Dienstag und in der Nacht zu Mittwoch die Feuerwehren im Landkreis Oldenburg auf Trab gehalten. Orkantief „Ulli“ richtete in ganz Niedersachsen erhebliche Sachschäden an. Für die Nacht zum heutigen Donnerstag prophezeiten die Meteorologen den nächsten schweren Sturm. „Andrea“ sollte Graupel und Gewitter mitbringen und noch deutlich heftiger ausfallen als „Ulli“.

© Foto: NonstopNews
Entwurzelte Bäume versperrten im Landkreis mehrere Straßen. Die Feuerwehren rückten mit Motorsägen an. ·
In Hude wurden am Dienstag Polizei und Feuerwehr auf den Plan gerufen, als ein Blitz in zwei nebeneinander stehende Reetdachhäuser einschlug. Wie die Polizei berichtet, war der Einschlag derart heftig, dass Leitungen verschmorten und es so zu einem Stromausfall kam. Offenbar war die Stromversorgung in mehreren Straßenzügen zeitweise lahmgelegt.
Wegen des Brandgeruches, der durch die verschmorten Leitungen entstanden war, riefen Anwohner gegen 21.20 Uhr vorsorglich die Feuerwehr. Da es sich bei Reetdachhäuser um sehr leicht entflammbares Material handelt, rückten die Freiwilligen Feuerwehren aus Hude, Wüsting und Altmoorhausen gleich mit insgesamt 84 Feuerwehrleuten an. Trotz des starken Einschlags konnte schnell Entwarnung gegeben werden. Ein Brand wurde nicht festgestellt.
In Sandhatten musste die Freiwillige Feuerwehr zur Straße „Am Diersmoor“ ausrücken. Dort blockierte eine umgeknickte Birke die Fahrbahn. Mittels einer Kettensäge wurde der Baum zersägt.
Die Ortsfeuerwehr Großenkneten wurde gegen 14.45 Uhr zunächst telefonisch informiert, dass ein Graben überzulaufen drohe. Daraufhin rückte sofort ein Trupp aus. Vor Ort wurde der Graben gesichert und ein Ablaufen des Wassers gewährleistet. Nach etwa zwei Stunden war die Aktion beendet. Unmittelbar danach kam gegen 16.51 Uhr schon die nächste Einsatzmeldung über den Funkmeldeemfänger. Auf der Ahlhorner Straße war durch den heftigen Sturm ein Baum umgeknickt und blockierte die Straße. Auch hier tat die Motorsäge ihren Dienst: Nach einer halben Stunde war die Fahrbahn wieder frei.
In der Gemeinde Ganderkesee rückte gegen 18:10 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Schierbrok-Schönemoor aus. Ein umgeknickter Baum blockierte den Kehnmoorweg in der Bauerschaft Stenum. Gegen 18.37 Uhr waren dann die Kollegen der Freiwilligen Feuerwehr Havekost-Hengsterholz gefragt. Ihr Einsatz galt ebenfalls einem umgeknickten Baum. Er versperrte die Straße „Im Fladder“ in der Bauerschaft Immer. · js
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