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„Stadtgespräch“ war gestern

Name, Interieur, Konzept – alles neu / „Charisma“ eröffnet im November

„Stadtgespräch“ war gestern

018.10.09|Harpstedt|Harpstedt|
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Artikel: „Stadtgespräch“ war gestern

Harpstedt - HARPSTEDT (boh) · Der rustikale Charme früherer Tage ist klaren Linien und einem sehr stylischen Ambiente gewichen. „Stadtgespräch“ war gestern – „Charisma“ heißt das Lokal an der Ecke Lange Straße/I.

Vollkommen „umgestylt“ hat Andreas Jakob das ehemalige „Stadtgespräch“.

Vollkommen „umgestylt“ hat Andreas Jakob das ehemalige „Stadtgespräch“.

Kirchstraße beim Harpstedter Marktplatz fortan, das voraussichtlich zwischen Anfang und Mitte November seine Pforten öffnet. Mit dem neuen Namen geht eine völlig veränderte „Ausstrahlung“ einher. Der Tresen, nun an der Stirnseite des Gastraumes angesiedelt, ist mit Innenbeleuchtung und Marmorplatte versehen, das Mobiliar in dunklem Holz gehalten. Die Fliesen mussten Nadelfilz und – im Thekenbereich sowie im Raucherraum – PVC in Parkett-Optik weichen. Zahlreiche Halogen-Lampen, lederbezogene Sessel und Hocker sowie Flachbildfernseher an Wänden unterstreichen das moderne Interieur.

Dank eines Wanddurchbruchs lässt sich der Raucherraum nun direkt von der Gaststube aus erreichen. Für Sichtkontakt sorgt eine große Glasscheibe. Der neue – in Delmenhorst wohnhafte – Pächter Andreas Jakob hat auch den Eingangsbereich komplett umgestaltet und insgesamt vier Türen zumauern lassen. Kurzum: Fast nichts erinnert mehr an das frühere „Stadtgespräch“. Zumindest gilt das für das Erdgeschoss. Die oben angesiedelte „Kutscherstube“ präsentiert sich indes wie gehabt. „Die Gäste mochten den Raum und fanden ihn sehr gemütlich. Ich habe ihn deshalb so belassen. Mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit werde ich die Kutscherstube für die Gastronomie erhalten. Nur nicht, wenn ich mit meiner Lagerkapazität nicht hinkomme“, sagt Jakob. Der Saalbetrieb bleibt. Das Clubzimmer im unteren Bereich dient künftig nur noch für Lagerzwecke. Der neben dem Saal gelegene Raum wird mit maßgefertigten langen Tischen für Buffets ausgestattet.

Wie viel Geld Andreas Jakob investiert hat, behält er für sich. Dass ein größerer sechsstelliger Betrag in die Immobilie floss, ist der Einrichtung aber anzusehen. Eigentümer Nordmann machte ebenfalls Geld locker und verpasste der Fassade des denkmalgeschützten Gebäudes einen neuen Anstrich. Die 17 Tische im Gast- und weitere 15 im Raucherraum lassen bereits vermuten, dass auch in konzeptioneller Hinsicht das „Stadtgespräch“ ausgedient hat. Die einstige Kneipe mit Bistro-Flair verwandelte sich in ein modernes Restaurant mit Szene-Touch, in dem sich niemand „gezwungen fühlen soll, etwas zu essen“, wie Jakob betont. Gleichermaßen willkommen bleibt nach wie vor der Gast, der nur ein gepflegtes Bier trinken will. Da der 33-jährige Inhaber selbst ein Fan von Cocktails ist, will er damit die Getränkekarte aufwerten. Auf der Speisekarte sollen vorwiegend deutsche – auch deftige – Gerichte stehen. Hinzu kommen Pasta, Pizzen und Fingerfood. Einen Mittagstisch möchte Jakob „von Anfang an“ anbieten. Viele Harpstedter sehen der Neueröffnung offenbar mit Ungeduld entgegen. Jedenfalls bekommt Jakob häufiger Anfragen nach dem Termin. „Das Lokal sieht zwar schon aus, als könnte ich sofort loslegen. Tatsächlich aber fehlen noch diverse Dinge“, so der Gastronom, der selbst hinterm Tresen stehen wird. Jakob deutet auf den Durchbruch zum Raucherraum: „Da kommt eine Schwingtür rein.“ Besteck und Geschirr, die Kasse, Deko, Kühlschränke und der Gasofen für die Küche sind noch nicht geliefert.

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