Colnrade - Von Jürgen BohlkenEin märchenhaftes Vergnügen haben gestern die Jungen und Mädchen des Colnrader Kindergartens „Lummerland“ mehr als 30 Mamas, Papas, Omas und Opas bereitet. „Herr und Frau Holle“ hieß das selbst kreierte Singspiel, mit dem sie ihr Publikum verzückten.

© Foto: boh
Endlich Schnee! Die Tiere jubeln. ·
„Das ist doch ganz schön aufregend. Plötzlich so viele Leute hier im Haus“, sagte Einrichtungsleiterin Heike Decker eingangs. Sie verriet, dass die Kinder den „Familientag“ mit vorbereitet hätten. Zur Einstimmung erwartete die Zuhörer ein kleines Ratespiel. In Liedern gaben die „Lummerländler“ die Handlung bekannter Märchen in groben Zügen wieder. Das Publikum musste herausfinden, welche Geschichte jeweils besungen wurde. Keine allzu schwere Aufgabe, zumal sich ausschließlich Bekanntes – von „Hänsel und Gretel“ bis „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ – hinter den Versen verbarg. Die Steppkes beschäftigen sich seit Wochen mit Märchen und kennen schon einige, etwa „Dornröschen“, „Der Wolf und die sieben Geißlein“ oder auch „Frau Holle“.
Ihr eigenes Singspiel „Herr und Frau Holle“ unterschied sich allerdings deutlich von dem Klassiker der Gebrüder Grimm. „Schucke, schucke, schuck. Los geht‘s mit einem Ruck. Über Stock und über Steine heben wir die Beine“ – diese wiederkehrenden Verse zogen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte, die vom beschwerlichen Weg verschiedener – sich nacheinander in einen Tross einreihender – Tiere ins Schneeflockenland erzählt. Schneehasen, Pinguinen und Eisbären hängt das wenig winterliche Wetter nämlich zum Halse heraus. Der sehnlichst erwartete Schnee will einfach nicht fallen. „Wir warten auf den Winter mit Frost und mit Eis. Schüttle die Betten und mach die Welt ganz weiß!“, ergeht ein Appell an Frau Holle. Der Ruf wird erhört. Allerdings zuerst von Herrn Holle, gespielt von der fünfjährigen Paulina. Zu guter Letzt erwacht aber auch dessen Gattin und lässt es abermals schneien, und zwar richtig, so dass die Welt wie gepudert aussieht. Mit diesem Part setzte Ilse Ostersehlt als Frau Holle am Ende des Stücks das i-Tüpfelchen. Still und leise schlich sie sich auf die Hochebene, schüttelte die Betten, und dann schneite es weiße Styroporflocken, die den tatsächlichen – bislang fast schneelosen – Winter 2011/12 für einen Moment vergessen machten.
Im Anschluss an das Stück genossen sie zusammen mit den Eltern und Großeltern ein wahrhaft märchenhaftes Frühstück.
Facebook 'Like Box' wird geladen...

Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.